Kreis Göppingen Mittelalter-Geschichte interessant halten

Generationswechsel bei der Gesellschaft für staufische Geschichte: Dr. Wolfgang Stürner (rechts) gibt den Vorsitz an Professor Knut Görich ab. Foto: Margit Haas
Generationswechsel bei der Gesellschaft für staufische Geschichte: Dr. Wolfgang Stürner (rechts) gibt den Vorsitz an Professor Knut Görich ab. Foto: Margit Haas
Kreis Göppingen / MARGIT HAAS 02.03.2012
Generationswechsel bei der Gesellschaft für staufische Geschichte: Dr. Wolfgang Stürner gibt den Vorsitz in jüngere Hände ab. Sein Nachfolger ist der Münchner Historiker Professor Knut Görich.

"Ich bin überzeugt davon, dass diese Gesellschaft etwas ganz Besonderes ist", betont Professor Knut Görich. Sie sei ein gut funktionierendes Scharnier zwischen Forschung und Öffentlichkeit, ein ideales Forum, um neue Forschungen einem breiten Publikum zu vermitteln. Görich, der seit 2001 Lehrstuhlinhaber für Geschichte des Früh- und Hochmittelalters der Ludwig-Maximilians-Universität München ist, wurde bei der Mitgliederversammlung der Gesellschaft für staufische Geschichte einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach seiner Wahl betonte Görich: "Wir werden die staufische Geschichte auch in den kommenden Jahren interessant halten." Zuvor hatte sich Professor Wolfgang Stürner, der der Gesellschaft acht Jahre lang vorstand, über das wachsende Interesse an der Arbeit des Vereins gefreut. Steigt die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft doch kontinuierlich an. Zwischenzeitlich vereinigt sie weit mehr als 600 Geschichtsinteressierte aus ganz Europa. Sie konnten sich im vergangenen Jahr bei Veranstaltungen wie dem Burgensymposion, der Studienfahrt zur Salierausstellung oder bei Vorträgen über den neuesten Stand der Geschichtsforschung informieren. Zwischenzeitlich sind diese Vorträge auch publiziert. Darüber hinaus hat der Verein wieder Abiturienten des Landkreises ausgezeichnet, die im Fach Geschichte herausragende Leistungen zeigten.

Auch in diesem Jahr lädt die Gesellschaft zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen mit hochrangigen Referenten ein. Im April sollen neue Erkenntnisse zum Cappenberger Barbarossakopf vorgestellt werden. Die "Staufertage" im November werden die Beziehungen der Staufer nach Byzanz thematisieren. Im Oktober wird der "Premio Federichino" gemeinsam mit den Staufergesellschaften Jesi und Palermo in der Faurndauer Stiftskirche verliehen werden. Göppingens Oberbürgermeister Guido Till dankte Wolfgang Stürner für dessen Engagement. Er habe die Gesellschaft für staufische Geschichte "auf allen Feldern vorangebracht und hervorragend repräsentiert." Stürner, der künftig dem Beirat angehören wird, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

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