Snoopy, Kessi und Tami, die Vierbeiner,  mussten sich nur kurz bellend an das große Publikums-Interesse gewöhnen, das ihnen beim Sommerfest im Tierheim Türkheim entgegengebracht wurde. Dann schmeichelten sie den Besuchern so sehr, dass diese im benachbarten Saal des Baggesparks möglichst lange bei den Tierschützern verweilten.

Recht verhalten lief das fünfte Sommerfest am Sonntagvormittag an, bevor die Besucher dann nachmittags meist gruppenweise über die verwinkelten Wege strömten und sich durch die Gänge entlang der Hundeboxen und -gehege und zwischen altem und gerade im Bau befindlichen neuem Katzenhaus führen ließen.  Neben der Tierheimleiterin und ihren Helferinnen machte sich der Vorsitzende des Tierschutzvereins Geislingen, Hans-Georg Hoffmann, mehrmals auf den Weg, um den Gästen auch den Anbau des neuen Katzenhauses ans „Albstüble“ , der sich durch mehrfache Umplanungen hinausgezögert hatte, zu erläutern. Er und die Tierfreunde seien dankbar, dass ein Teil dieses Bauprojekts für die vielen herrenlosen Katzen aus der GZ-Weihnachts-Spendenaktion finanziert werden konnte. Im Moment ist allerdings der Bestand an schnurrenden Samtpfoten im Tierheim an der Aufhausener Straße stark reduziert, was dem bald abgeschlossenen Erweiterungsbau geschuldet ist. In dieser Woche wird das Dach samt Isolierung komplett aufgebracht, bevor es mit viel Eigenleistungen der Vereinsmitglieder an die Innenarbeiten gehen kann.

Parallel zu den Besichtigungen im Heim wurden von Vorstandsmitglied Iris Schmid Kräuterführungen in den nahegelegenen Wiesen- und Wegesrändern angeboten.  Auch Julia Conze fand im Freien die richtige Kulisse, um die vierbeinigen Lieblinge mit und ohne Begleitung abzulichten: Tier-Fotoshooting war in Türkheim angesagt.

Bevor die Besucher an mit Palmen-Servietten, Meeressand und Sommerblumen geschmückten Tischen zum Verzehr des Grillguts Platz nahmen, konnten sie ihr Glück an einer Tombola versuchen. Über 20 heimische Firmen hatten die Lotterie mit Preisen bestückt. Der Verkaufserlös einer jeden Tasse Kaffee und aller selbst gebackenen Kuchen ging komplett in die Arbeit des Tierheims. Untermalt wurden Essens- und Kaffeezeit mit beliebten Hits von Christian Anders oder Michael Holm.  Wer etwas Hartes wollte, wurde draußen im Baggespark bedient, wo von Ravensburg oder Kempten angefahrene Baggerfreunde an Steuerknüppeln in drei Baggern mit der Kraft von 23 Kilowatt bis zu satten 280 Kilowatt tonnenweise Schüttgut heranschaufelten.