Erlebnis Mit dem Heli über den Albtrauf

Der gelbe Heli hebt mit einem Teil der Gewinner des Preisausschreibens senkrecht ab. Die luftige Reise geht über den Albtrauf in Richtung Windpark Lauterstein. Knapp zehn Minuten später kommt er zurück, um die anderen Gewinner abzuholen. 
Der gelbe Heli hebt mit einem Teil der Gewinner des Preisausschreibens senkrecht ab. Die luftige Reise geht über den Albtrauf in Richtung Windpark Lauterstein. Knapp zehn Minuten später kommt er zurück, um die anderen Gewinner abzuholen.  © Foto: Claudia Burst
Donzdorf / Von Claudia Burst 28.08.2018

Alle drei waren cool im Vorfeld: Weder Evelyn Rosenbaum hatte Angst vor ihrem ersten Heli­kopterflug noch der siebenjährige Felix Weilguni oder die 18-jährige Kiara Maier. Felix traute sich sogar, ohne seinen Papa Bernd mitzufliegen. Der hätte sich sonst ‚geopfert‘ und sich einen solchen Helikopterrundflug im Rahmen des Flugtages auf dem Messelberg gekauft. „Das brauchst du nicht“, sagt Felix rigoros und zuckt die Schultern auf die Frage, ob er keine Angst hat: „Nein, ich freu mich bloß.“

Die drei Passagiere haben beim Spiele-Nachmittag des Kinderfests im Stadtpark an einem Gewinnspiel des Geislinger Elektrofachgeschäfts Czermin mitgemacht und prompt den Hubschrauberrundflug gewonnen. Evelyn Rosenbaum hat zu ihrem Siegflug die Kinder samt Papa Jörg mit eingeladen. Paul ist ein „kleines bisschen“ aufgeregt, Tea gar nicht. Ihre Oma Inge dafür „wie verrückt. Weil ich hier unten übrig bleibe, wenn was passiert“, erklärt sie lachend.

Mit einem speziellen Shuttle werden die Sieger übers Flugfeld zum Hubschrauberstartplatz gefahren, der sich ein Stück hinter dem Ende der Startbahn für die Motor- und Segelflieger befindet. Der Hubschrauber steht dort bereits. „Der ist ja voll klein“, sagt Paul und spricht aus, was manche Erwachsenen denken. „Aber voll cool“, fügt der Neunjährige hinzu. Felix hat nichts anderes erwartet: „Vor unserem Haus ist ein Acker, da ist schon oft ein Rettungshubschrauber gestartet“, erzählt er von seinen Erfahrungen.

Thea Frohmaier vom Sicherheitspersonal der Fliegergruppe informiert die fünf Mitflieger des ersten Heli-Flugs, Familie Rosenbaum plus ein weiterer Passagier, über die Sicherheitsvorschriften. Etwa, dass der Heckrotor gefährlich ist und keiner hinter dem Hubschrauber vorbeigehen darf. Die Passagiere steigen ein, die Kinder erhalten Ohrenschützer. Dann startet der Heli seine Rotoren, der Motor muss sich warmlaufen, die Rotoren drehen sich immer schneller. Als er startet, wirbelt die Luft extrem – so wie es die Wartenden oft aus Filmen kennen.

Knapp zehn Minuten später kommt der Hubschrauber zurück. „Schau, sie alle tragen das typische Honigkuchenpferdgrinsen“, macht Christl Czermin die anderen aufmerksam. Beim zweiten Flug gehen Felix, Kiara, Uli und Claudia Maier und die Berichterstatterin in die Luft. Der Hubschrauber hebt ab. Das passiert so sanft, dass die Angst vergisst, mitzufliegen. Alles ist nur noch Flug-Faszination – der Blick nach vorne frei, sogar nach unten gibt es ein Fenster. „Wow, ist das cool“, sagt ein Passagier von hinten. Und das ist es. Pilot Nik Lischke steuert seinen Heli Richtung Lautersteiner Windpark über den Albtrauf und die Täler. Einzelne Wolken dekorieren die Landschaft mit Schattenbildern. Lischke legt sich in die Kurven, plötzlich liegen ein Aussiedlerhof, der Wald, die Straße, direkt unter den Passagieren. Viel zu schnell geht es zurück. Alle haben das Honigkuchenpferdgrinsen auf den Gesichtern – es war toll!

Info Das Geislinger Elektrofachgeschäft Czermin hatte mit Sponsoring von Unity Media beim Kinderfest das Gratis-Bullriding und die aufblasbare Kletterwand im Stadtpark ermöglicht. Vervollkommnet wurde dieser Service mit der Verlosung von drei Helikopter-Rundflügen.

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