Der Schulbetrieb im Michelberg-Gymnasium in Geislingen soll für das kommende Schuljahr gesichert werden. Dieses Ziel stand im Vordergrund bei dem Gespräch, das Oberbürgermeister Frank Dehmer am Montag mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann führte, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Dadurch könne die notwendige Zeit gewonnen werden, um wichtige Entscheidungen fundiert vorzubereiten und darüber zu beraten. „Ziel muss es sein, wieder auf die Sachebene zu kommen und alle Beteiligten mit in die Prozesse einzubinden“, schreibt die Stadtverwaltung. Ende Januar war bekannt geworden, dass das MiGy möglicherweise geschlossen werden muss, weil der Stadt das Geld für Sanierung oder Neubau fehlt.

Michelberg-Gymnasium: Kultusministerin sichert Unterstützung zu

Das Gespräch diente demnach dazu, die Ministerin auf den aktuellen Sachstand zu bringen und mit ihr und weiteren Vertretern des Kultusministeriums die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Eisenmann sicherte laut der Mitteilung die Unterstützung seitens des Kultusministeriums zu – auch finanziell, wie die Ministerin bereits am Sonntag in Böhmenkirch verkündet hatte. „Für konkrete Zusagen ist hier aber natürlich zunächst einmal eine Planung notwendig, wie es mit dem Schulgebäude weitergehen soll“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nachdem OB Dehmer erläutert hatte, wie es zur aktuellen Situation beim MiGy gekommen ist, stellte der die geplanten weiteren Schritte vor, die laut Stadtverwaltung „im Sinne der betroffenen Schulgemeinschaft zu unternehmen sind“.

Der Oberbürgermeister bewertete den Austausch positiv: „Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann will mit uns an einem Strang ziehen und uns nicht hängen lassen“, schreibt die Stadt.

Razavi: „MiGy hat wieder Perspektive“

Die Geislinger CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi hatte das Gespräch initiiert und nahm daran teil. In einer Pressemitteilung schreibt sie, das MiGy habe wieder eine Perspektive. „In den vergangenen Tagen ist deutlich geworden, wie sehr das Thema MiGy die Menschen aufwühlt.“ In jüngster Zeit fanden zahlreiche Demonstrationen unter anderem in Geislingen statt; Eltern von MiGy-Schülern hatten eine Petition ins Leben gerufen, um für den Erhalt der Schule zu kämpfen. „Klar ist, dass die Kinder nicht die Leidtragenden sein dürfen. Sie haben Anspruch auf gute Schule und auf guten Unterricht“, schreibt Razavi.

Mit dem Gespräch sei nun eine gute Grundlage geschaffen worden, „gemeinsam den besten Weg aus der Krise zu erarbeiten“, meint die Abgeordnete. Die Stadt Geislingen als Schulträger müsse nun Fakten liefern und Gespräche auch mit Umlandgemeinden führen. „Es muss klar werden, welche Optionen zu welchen Bedingungen bestehen“, betont Razavi. „Das Ziel ist und bleibt: Stabiler und kontinuierlicher Schulbetrieb, der dem Wohl der Kinder verpflichtet ist.“ Dafür werde sie sich weiter einsetzen, verspricht die Abgeordnete.