Kommentar Michael Rahnefeld: „Es ist Schluss mit lustig“

Geislingen / Michael Rahnefeld 08.06.2018
GZ-Redaktionsleiter Michael Rahnefeld ist der Auffassung, dass man in Geislingen noch gut und sicher lebt. Die Polizei, so glaubt er, wird künftig noch konsequenter gegen bestimmte Szenen vorgehen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir leben hier weder in Chicago noch haben wir Verhältnisse wie in der New Yorker Bronx. Geislingen ist nach wie vor ein beschauliches Provinzstädtchen, in dem es sich gut und sicher leben lässt. Und damit das so bleibt, haben sich der Geislinger Polizeichef Jens Rügner und Philipp Theiner vom Ordnungsamt einiges einfallen lassen, wie einer potenziellen Belästigung und Gefährdung Geislinger Bürger entgegengewirkt werden kann. Bereits bei ähnlichen Veranstaltungen, wie jüngst vor Geislinger Gemeinderatsmitgliedern, hat Rügner bei der Erläuterung seiner Zahlen zur Sicherheitslage von sogenannter „Hol-Kriminalität“ gesprochen. Je wachsamer die Ordnungskräfte sind, je mehr sie kontrollieren, um so mehr Spitzbuben werden ertappt. Was die Drogenszene angeht, dann zumeist in flagranti, will heißen auf frischer Tat, beim Dealen, Konsumieren oder aktiver Teilnahme im Verkehr unter Drogen. Darin liegt auch der Anstieg bei den Rauchgiftdelikten begründet, machte Rügner den Räten deutlich. Weniger stark, aber trotzdem zahlenmäßig ansteigend,sind im Städtle die Rohheitsdelikte wie Raub und Körperverletzung, auch bei den Eigentumsdelikten verläuft die Entwicklung negativ. Wenn Rügner nun ankündigt, hier einen „Deckel“ draufsetzen zu wollen, dann darf man darauf vertrauen, dass es auch in dieser Szene künftig etwas ungemütlicher wird. Wie konsequent die Ordnungshüter bislang in der Kampfhundeszene und bei den illegalen Autotunern aufgeräumt haben, das lässt glauben, dass es in Geislingen nicht bei „lieben Worten“ bleibt.

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