Beim jüngsten ADFC- Radlertreff in Geislingen konnte Ulrich Essig eine überraschend große Gruppe von Mitgliedern und Interessierten aus dem Raum Geislingen begrüßen, unter anderem den Kreisvorsitzenden Reiner Neumann. Dieser berichtete zu Beginn von einigen Kommunen des Kreises wie Eislingen, Ebersbach und Göppingen, die bereits Maßnahmen aus der Radverkehrskonzeption des Landkreises umgesetzt haben beziehungsweise sich aktuell konkret damit beschäftigen. Es bleibe nur zu hoffen, dass weitere Städte und Gemeinden ebenfalls zahlreiche Maßnahmen aus der Konzeption umsetzen, sagte Neumann. Nur so könne das Ziel "Fahrradfreundlicher Landkreis" erreicht werden.

Im Anschluss daran stellte Ulrich Essig, Ansprechpartner des ADFC für den Geislinger Raum, die Forderungen des Verbands für die Stadt Geislingen vor. Diese seien die Markierung von Schutzstreifen für Radfahrer, vorrangig entlang der Stuttgarter Straße bis zum Sternplatz. Diese Maßnahme könnte im kommenden Jahr verwirklicht werden, da laut Ordnungsamt hierfür 6000 Euro ausgewiesen seien. Bereits im Vorfeld sei der Stadt eine Liste zugesandt worden, die acht Einbahnstraßen nennt, welche für den Radverkehr in entgegengesetzter Richtung freigegeben werden sollten.

Zum Punkt Verbesserung der Hinweistafeln für Radfahrer habe die Stadt Geislingen eine Zusage gemacht, allerdings erst nach Fertigstellung des Tälesbahn-Radweges im Rahmen eines Gesamtkonzepts, erläuterte Essig. Ferner habe man von Seiten des ADFC darauf hingewiesen, dass für den Radwegeausbau Fördergelder vom Land beantragt werden können.

In der anschließenden Diskussion nannten die Besucher konkret Beeinträchtigungen und Gefahrenpunkte für Radfahrer, zum Beispiel zugeparkte Radwege, eine Gefahrenstelle aufgrund eines Ampelmastes inmitten eines Radwegs und so weiter. Diese Missstände sollen künftig festgehalten und gegebenenfalls beanstandet werden, damit Geislingen zu einer fahrradfreundlicheren Stadt werden kann, sagte Essig zum Abschluss des Abends.