Luftwaffe Luftwaffe: Übungsraum über Geislingen

Ein Jet am Abendhimmel. Titelbild einer Broschüre.  Foto: Luftwaffe
Ein Jet am Abendhimmel. Titelbild einer Broschüre. Foto: Luftwaffe © Foto: Luftwaffe
Michael Rahnefeld 12.10.2016
Die Frage nach den Düsenjets über Geislingen ist geklärt: Die Luftwaffe hat hier einen Übungsraum eingerichtet.

. „Die Stadt Geislingen befindet sich unter dem Übungsluftraum ED-R 207/307, auch TRA ALLGÄU genannt“, informiert Hauptmann Maik Bugenhafen vom Luftfahrtamt der Bundeswehr zu Fragen von GZ-Leser Rolf Albrecht. Letzterer hatte sich in den vergangenen Tagen an die GZ gewandt mit der Bitte um Aufklärung über die Jets, die momentan fast täglich am Himmel über der Fünftälerstadt ihre Kreise ziehen. Besonders gut zu beobachten waren die Flugbewegungen am vergangenen Mittwoch am azurblauen Himmel über der Stadt. An diesem Tag verrieten vor allem die Kondensstreifen der Düsenjets, was sich da in ein paar Tausend Metern Höhe am Himmel abspielt. Auf Nachfrage beim Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln-Wahn antwortete nun Hauptmann Maik Bugenhagen. „Bei der Flugbeobachtung vom 28. September um die Mittagszeit handelte es sich um sechs Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ Eurofighter“, berichtet der Sprecher des Luftfahrtamtes. Diese  Flugzeuge führten demnach in der besagten TRA ALLGÄU ihren Übungsflugbetrieb in Höhen von 3048 Meter aus. „Dabei kam es auch zum Überschallknall“, räumt der Soldat ein.

Nun sind diese Flugmanöver nicht nur an diesen bestimmten Tagen, sondern über den Sommer immer wieder beobachtet worden, auch von anderen GZ-Lesern. Erst vorgestern waren wieder einige Eurofighter über Geislingen zu hören. Auch dazu gibt’s Auskunft von der Bundeswehr: „Die Häufigkeit der Reservierung des Übungsluftraums richtet sich nach den Ausbildungs- und Übungsvorhaben der fliegenden Verbände“, sagt der Hauptmann und verweist auf eine Broschüre, in der zu vielen Fragen Stellung genommen wird. Darin ist zum Thema Flug­lärm zu lesen: „Bei der Flugplanung für den militärischen Flugbetrieb wird generell versucht, die Belastung durch Flug­lärm möglichst gering zu halten. Wegen der dichten Besiedelung sei es aber praktisch unmöglich, bewohnte Gebiete weiträumig zu umfliegen. Michael Rahnefeld

Info Die Broschüre gibt’s beim  Luftfahrtamt der Bundeswehr, Presse- und Informationsarbeit, Luftwaffenkaserne Wahn, Postf. 90 61 10 / 529, 51127 Köln.