Übung Lebenshilfe kontrolliert den Brandschutz

SWP 28.11.2012
Das Feuer in einer Behinderten-Einrichtung in Titisee-Neustadt am Montag ruft ein dramatisches Ereignis in Holzheim in Erinnerung: Im Juni 2010 brannten die Rigi-Werkstätten der Lebenshilfe am Ortsrand von Holzheim ab.

Damals waren keine Mitarbeiter in den Werkstätten und somit wurde eine Katastrophe, wie sie im Schwarzwald zu beklagen ist, verhindert. Der Großbrand vor zwei Jahren war jedoch nicht nur ein schreckliches Ereignis für die Mitarbeiter, denen das vertraute Umfeld entrissen wurde - er rüttelte auch das Thema Brandschutz wieder in das aktive Gedächtnis.

Das dramatische Geschehen im Schwarzwald gebe wieder einen Impuls, meint Uwe Hartmann, der Geschäftsführer der Lebenshilfe. "Auch wenn der Brand in Holzheim schlimm genug war, bin ich froh, dass es so glimpflich verlaufen ist. "Natürlich achten wir stets auf die Sicherheit, aber ein solches Ereignis sensibilisiert zusätzlich noch einmal", bestätigt Hartmann. "Regelmäßige Begehungen zur Überprüfung der Sicherheit gehören auch dazu", erklärt der Geschäftsführer.

Erst vor drei Wochen habe es eine Räumungsübung am Standort Heiningen gegeben. Die Werkstattleiter spielten mit den Mitarbeitern den Ernstfall durch.

Dies hält auch Kreisbrandmeister Doktor Michael Reick für eine gute Möglichkeit, um die Menschen mit Handicaps auf einen Brandfall vorzubereiten. "Wenn so etwas geübt wird, können sich die Menschen daran erinnern und wissen, was zu tun ist, wenn der Betreuer sagt, dass es brennt", ist sich Reick sicher. Dadurch entsteht Sicherheit und durch regelmäßige Übungen wird die Prävention zur Routine für die Mitarbeiter. "Eine jede Einrichtung dieser Art sollte das richtige Verhalten im Brandfall üben", meint Reick. Mithilfe von Anwesenheitslisten könne auch der Feuerwehr geholfen werden.