Noch immer prangen Schlaglöcher in der Straße im Längental. Sie führt am Campingplatz, an Kleingärten und dem Bogensportplatz des BSC vorbei zur Gärtnerei Knoblauch und zu einem Lager der Helfensteiner. „Das Hochwasser im Mai hat der Straße den Rest gegeben“, sagt Thilo Knoblauch, dem die Gärtnerei gehört (wir berichteten). Die größte Sorge bereite ihm eine Stelle einige Meter nach dem Campingplatz, da die Straße dort beidseitig unterspült ist – eine „echte Gefahrenstelle“, wie auch Holger Scheible urteilt. Der Fraktionsvorsitzende der CDU teilt diesbezüglich die Einschätzung Knoblauchs. Die CDU hatte sich nach der Berichterstattung der GZ und einem Austausch mit Knoblauch ein Bild von den Schäden gemacht. Scheibles Resultat: „Der Weg ist nicht in allerbestem Zustand.“

Geislingen an der Steige

Straße in Privatbesitz

Die CDU wolle nun überlegen, was man tun könne. Scheible verstehe die Sorgen des Unternehmers, aber es sei nicht einfach, eine Lösung für das Problem zu finden. Das liege allein schon an den schwierigen Eigentumsverhältnissen. Die Strecke nach dem Campingplatz befindet sich im Besitz von etwa zehn Privateigentümern. Die Stadt sei nicht am Zug und freiwillige Leistungen müssten nicht versprochen werden. Bis 2013 hatte sich die Stadtverwaltung trotzdem um die Schäden nach dem damaligen Hochwasser gekümmert. Das freiwillige Engagement endete vor sechs Jahren und solle nicht fortgesetzt werden, wie Oberbürgermeister Frank Dehmer im Juni auf Nachfrage der GZ erklärt hatte.

Sascha Binder (SPD) will sich mit Knoblauch treffen

Thilo Knoblauch will, dass die Straße befahrbar bleibt, aber er könne auch nicht alles auf eigene Kosten in Ordnung bringen. Inzwischen sei seine Hoffnung auf eine Sanierung aber etwas gestiegen. Auch Sascha Binder von der SPD habe sich für einen Besuch angekündigt. Knoblauch hofft, dass die Politiker auf die Stadt einwirken, damit diese auf die Eigentümer zugehe – diesem Wunsch hatte Dehmer im Juni eine Abfuhr erteilt. Der Oberbürgermeister teilte mit: „Es sollte jedem klar sein, dass man sich um private Wege, die über sein Grundstück verlaufen, kümmern muss, beziehungsweise dass hier eine Verkehrssicherungspflicht besteht.“ Für Knoblauch aber ist genau das wichtig, da viele Eigentümer nicht wüssten, dass eine Sanierung ihre Aufgabe sei, nachdem sich die Stadt mehr als sieben Jahrzehnte um die Straße gekümmert hatte. 

Dieser Artikel war zuerst im ePaper und der gedruckten GZ am Mittwoch, 17. Juli erschienen, im Internet erstmals am Freitag, 19. Juli.