Schülerferienprogramm Kurioses im Ferienprogramm: Die mit den Hunden tanzen

Geislingen an der Steige / Claudia Burst 22.08.2017
Dogdance – das ist eine Sport- und sogar Wettkampfdisziplin mit Hunden und Menschen. 23 Kinder erleben in Geislingen, was dahinter- steckt.

Orientalische Töne erklingen auf dem Schulhof der Geislinger Einstein-Schule. Wolfsspitz Diego sitzt auf einem Flickenteppich, sein Schwanz klopft erwartungsvoll auf den Boden. Zu den Klängen aus dem Musical „Aladdin“ tanzt sein Frauchen Kathi jetzt elegant auf ihn zu, gibt ihm ein unauffälliges Zeichen: Diego springt auf und umkreist sie. Bellt. Sie dreht sich im Kreis. Diego auch. Sie hüpft. Diego auch.

Der Hund weiß, wann er zwischen den Beinen seines Frauchens durchlaufen soll, wann er sich rückwärts bewegen muss und wann Kathi erwartet, dass er ihr mal die linke, mal die rechte Pfote im Takt gibt. Am Ende verbeugen sich Diego und sein Frauchen vor ihrem Publikum: 23 Kinder klatschen begeistert.

Die Mädchen und Jungen sind Teilnehmer des Schülerferienprogramms „Dogdance – ein erlebnisreicher Nachmittag mit Hunden“ des Geislinger Hauses der Familie. Kathi und Diego machen nur einen kleinen Teil des Teams des „Vereins der Hundefreunde Heidenheim“ aus. Außer ihnen sind noch acht weitere Hunde und ihre Herrchen und Frauchen gekommen um vorzustellen, zu was Hunde alles fähig sind.

Romina Keck vom Verein der Hundefreunde und Lehrerin an der Einstein-Schule hatte beim Sommerfest der Schule vor ­einigen Wochen den Sport ­präsentiert und wurde danach sofort vom Haus der Familie fürs Schülerferienprogramm engagiert.

Im Lauf der drei Stunden an diesem Freitagnachmittag erleben die Kinder, dass Hunde nicht nur tanzen können, sondern dass sie zur Musik auch über Hindernisse hüpfen. Im Anschluss probieren die Schüler selber aus, ob ihnen das Spaß macht.

Spaß schon – schnell stellen sie jedoch fest, dass es gar nicht so einfach ist, den Hund dazu zu bringen, dass er ihnen gehorcht. Bis manche Kinder herausfinden, dass sie mithilfe von Leckerlis die Aufmerksamkeit der agilen Vierbeiner auf sich lenken können.

Auf diese Weise gelockt, rasen Kira, Sunja, Babu und Emma zum Beispiel brav durch Tunnel und springen über Hindernisse.

Ein paar Kinder schnappen sich währenddessen lieber den Australian-Shepherd-Rüden Shy von Romina Keck und üben mit dem gutmütigen Tier, wie sie sich einem Hund am besten nähern. Sie streicheln ihn hingebungsvoll und versuchen ein paar der Tricks, die Romina Keck ihnen gezeigt hat.

Auf diese Weise geht der Nachmittag blitzschnell vorbei.