Ausstellung Künstlerische Fotografie: Mit der Kamera malen

Am Sonntag sind in der Galerie Beylich Fotografien zu sehen. Hier eine Arbeit von Andreas Sporn, der seine Motive mittels Farbveränderungen in ein surreales Licht rückt.
Am Sonntag sind in der Galerie Beylich Fotografien zu sehen. Hier eine Arbeit von Andreas Sporn, der seine Motive mittels Farbveränderungen in ein surreales Licht rückt. © Foto: Hermann Dölger
Hermann Dölger 05.10.2018

Entsprechend ihrem Programm, in ihren Ausstellungen neben Werken ständig vertretener Künstler unterschiedliche Arbeiten mit gleicher künstlerischen Technik zu zeigen, folgen bei Eva Beylich nach Aquarellen und Zeichnungen jetzt Fotografien ganz unterschiedlicher Auffassungen.

Gegenwärtig ist die künstlerische Fotografie ja ähnlich facettenreich wie die Malerei. In der Ausstellung im sanierten Elternhaus der Galeristin in Eybach werden sowohl Fotografien zu sehen sein, die ohne technische Manipulationen aus ihrem Motiv und dessen Perspektive ihren Reiz beziehen – etwa bei Sascha Ritter aus Geislingen –, als auch gezielte Umgestaltungen mit  modernen digitalen Mitteln. Hier kann Andreas Sporn genannt werden, der Motive aus dem Umfeld alter Gewerbeobjekte mittels Farbveränderungen in ein surreales Licht entrückt. „Stahl-Werke“ ist die Reihe betitelt.

Inszenierte Fotografie sind die Stillleben auf Alu-Dibond von Maria Rube. Sie hat sich von den Lichtwirkungen wie auch von der Motivik barocker Stilllebenmalerei inspirieren lassen und formal verwandte Kompositionen mit haushaltseigenen Gegenständen gestaltet. Dabei bleibt sie nah an ihren Vorbildern, wenn zum Beispiel  klassische Vergänglichkeitssymbole wie Tierschädel vor schwarzem Hintergrund ins Licht gerückt werden.

Dem kundigen Betrachter könnte auffallen, dass einige der metallischen Objekte aus der Produktion der WMF stammen – Relikte ortsansässiger Verwandtschaft.

Außerdem zeigt die neue Hängung Fotografien von Uli Waiblinger, der „mit der Kamera malt“ – wie Beylich es nennt – Detail­aufnahmen und andere Motive werden so kombiniert, dass teilweise perspektivische Wirkungen entstehen.

Kurt Rieger schließlich, ebenfalls aus der Geislinger „Szene“, vervollständigt die Künstlerliste, die das Medium Fotografie eint. Ergänzend werden skulpturale Werke von Arthur Goldgräbe, Kirsten Dietel und Friedericke Fricker (Keramik) vertreten sein.

Die sehr gezählten Termine für die Öffnung der Galerie sind der 7. und 21. Oktober, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

Der Eintritt ist frei, und die Galeristin führt nicht nur durch Ausstellung und Haus, sondern kocht auch einen frischen Kaffee, zu genießen mit Blick auf den Eybacher Himmelsfelsen.

 Info Die Galerie befindet sich in der Steigstraße 25 in Eybach. Besucher mit Auto werden gebeten, unten an der Kirche zu parken.

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