Bauen Konjunktur und Auflagen treiben Bauplatzpreise

In Hofstett-Emerbuch entstehen zehn neue Bauplätze.
In Hofstett-Emerbuch entstehen zehn neue Bauplätze. © Foto: Thomas Hehn
Amstetten / Thomas Hehn 16.05.2018

Die Grundstücke ­im neuen Baugebiet  Burrach II ­in Hofstett-Emerbuch kosten pro Quadratmeter  139 Euro. Diesen Preis hat der Amstetter Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montag festgelegt. Die Bauplätze sind damit um 59 Euro teurer als im ersten Bauabschnitt Burrach I, das vor 20 Jahren erschlossen wurde.

Kämmerer Karlheinz Beutel begründete die Teuerung mit Auflagen seitens der Behörden sowie gestiegenen Kosten bei der Erschließung. Im Gegensatz zum ersten Abschnitt habe man für Burrach II einen weiteren Anschluss an die Kreisstraße gebaut, was sich allein mit 11 Euro pro Quadratmeter auf den Bauplatzpreis auswirke. Darüber hinaus musste die Gemeinde auf Anweisung der Umweltbehörde ein Versickerungsbecken für Oberflächenwasser anlegen und dafür auch noch ein zusätzliches Grundstück außerhalb des Baugebiete erwerben. Schließlich hat die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten „teurere Preise ergeben als erwartet“, verwies der Kämmerer auf die derzeitige Hochkonjunktur in der Baubranche. Die Grundstückspreise seien nur kostendeckend und ohne Gewinnzuschlag kalkuliert, betonte Beutel.

Heinrich Schmohl, seit Jahrzehnten Gemeinderat in Amstetten, betonte, dass die Bauplatzpreise in Amstetten bisher subventioniert waren. „Das können wir uns heute nicht mehr leisten.“

Mit den 139 Euro liegen wird immer noch im Bereich der Nachbargemeinden“, ergänzte Bürgermeister Johannes Raab. Dort werde derzeit zwischen 130 und 150 Euro pro Quadratmeter verlangt.  Auf dem 0,85 Hektar großen Gebiet entstehen zehn Bauplätze, die zwischen 475 und 746 Quadratmeter groß sind.

In einem weiteren  Beschluss änderte das Gremium die Bestimmungen für den Kinderrabatt, den die Gemeinde Familien beim Kauf eines Bauplatzes gewährt. Die bislang zuweilen recht komplizierten und schwer zu kontrollierenden Regelungen, was Gewährung und eventuelle Rückforderungen des Rabatts betraf, wurden vereinfacht. Demnach wird der Rabatt in Höhe von 3000 Euro nur einmal für jedes Kind gewährt, das ins Haus einzieht  oder bis zu fünf Jahre ab dem Zeitpunkt des Kaufs geboren wird. Der Rabatt muss nicht mehr zurückgezahlt werden.

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