Seit 2009 verzeichnete der Kreis Göppingen bei den Übernachtungszahlen ein stetiges Wachstum. Im vergangenen Jahr nun ist die Zahl erstmals wieder zurückgegangen: von 599 930 Übernachtungen im Jahr 2017 auf zuletzt 589 685. So besagt es die Auswertung des Statistischen Landesamts. Damit ist im Stauferkreis die Entwicklung konträr zu der des Landes verlaufen. Insgesamt 54,9 Millionen Übernachtungen waren es in ganz Baden-Württemberg, 1,9 Millionen mehr als im Jahr davor. Unter den Göppinger Nachbarkreisen hat lediglich noch Heidenheim ein Minus zu verzeichnen.

Weniger Übernachtungsmöglichkeiten

Die Ursachen für den Rückgang im Kreis sind laut Holger Bäuerle, dem Tourismusbeauftragten des Göppinger Landratsamts, nicht einer sinkenden Nachfrage, sondern sind einem Rückgang der Übernachtungsmöglichkeiten geschuldet. Allerdings relativiert er den Rückgang: Im Landkreis spiele der Tagestourismus eine weitaus größere Rolle. „Die durch die Tagesgäste generierte Wertschöpfung findet in den jährlichen Berechnungen des Statistischen Landesamtes jedoch keine Berücksichtigung.“ In der Statistik sind lediglich Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Übernachtungsmöglichkeiten erfasst.

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