Klinik-Dialog: Operation durch das Schlüsselloch

SWP 20.06.2013

Geislingen. Am kommenden Dienstag gehts beim "Klinik-Dialog" an der Geislinger Helfenstein Klinik um kleinstmögliche Eingriffe. Chirurgie-Chefarzt Dr. Matthias Hahn erläutert, worum es geht.

Der "Klinik-Dialog" der Alb Fils Kliniken ist öffentlich und kostenlos. Im Gemeinschaftsgebäude der Geislinger Helfenstein Klinik steht am Dienstag um 18.30 Uhr die minimalinvasive Chirurgie im Mittelpunkt. Gemeint sind damit kleinstmögliche Eingriffe. Dr. Matthias Hahn, Chefarzt der Chirurgie an der Helfenstein Klinik, konzentriert sich seit Jahren auf die möglichst geringe Belastung seiner Patienten. Der umfassend ausgebildete Facharzt für Allgemeinchirurgie, Proktologie, Orthopädie sowie Viszeral- und Unfallchirurgie ist auf schonende Eingriffe durch eine sehr kleine oder natürliche Öffnung spezialisiert. Operationen wie durch ein Schlüsselloch.

Endoskopische, also über eine Mini-Kamera sichtbar gemachte Eingriffe, die über natürliche Körperöffnungen durchgeführt werden, heißen in der Fachsprache "Notes" (Abkürzung für: Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery). Das Resultat ist ein winziger, beispielsweise im Nabel verborgener Schnitt. "Notes", so Hahn, bedeute eine weitere Entwicklung in der minimalinvasiven Chirurgie. "Weniger Belastung für den Körper durch minimale Eingriffe, weniger Beschwerden, weniger Schmerzmittel und eine gar nicht bis kaum sichtbare Narbe", fasst er Vorteile der noch jungen Methode zusammen.

Selbstverständlich, so betont der Chefarzt, werde bei jedem Patienten sorgsam abgewogen, welche Art des chirurgischen Eingriffes die beste sei.

Beim "Klinik-Dialog" erörtert er grundlegende Unterschiede. "Wir nutzen die Vorteile sinnvoller Weiterentwicklungen, aber wir gehen keinerlei Risiken durch Experimente ein. Sicherheit und Wohlbefinden der Menschen stehen immer an erster Stelle." Im Anschluss an seinen Vortrag können auch Fragen gestellt werden.