Manege Kleine Artisten ganz groß

Der Höhepunkt der beiden Vorführungen von Zirkus Zappzarap beim Kinderfest in Gussenstadt: Die mutigsten Artisten schweben am „Hochseil-Trapez“ in die Manege.
Der Höhepunkt der beiden Vorführungen von Zirkus Zappzarap beim Kinderfest in Gussenstadt: Die mutigsten Artisten schweben am „Hochseil-Trapez“ in die Manege. © Foto: Ulrich Bischoff
Gussenstadt / Ulrich Bischoff 25.07.2018

Ermuntert durch die Takte klassischer Zirkusmusik drängelten sich beim Gussenstadter  Kinderfest  am Samstag mehr als 300 Besucher an der Kasse des Zirkuszeltes, um in der Arena ihre Sprösslinge als Jongleure, Gaukler, Zauberer und Akrobaten am Reck und auf dem Hochseil zu erleben. Über ebenso viele Zuschauer freuten sich die Zirkusleute auch bei der zweiten Vorstellung.

Eine Woche lang trainiert

Das Unternehmen „Zappzarap“ hat sich der Zirkuspädagogik verschrieben und gastierte mit Zelt und Wohnwagen eine Woche lang auf der Spielwiese oberhalb des Schulhofes. Angeheuert hat das originelle Unternehmen der Förderverein Bildung  für Kinder in Zusammenarbeit mit der Grundschule und dem Kindergarten. Nachdem Zappzarap bereits 2010 bei einem Gastspiel in Gussenstadt unvergessliche Eindrücke hinterlassen hat, fiel die Sponsorensuche des Fördervereins bei den Firmen im Ort und bei Privatleuten auf  fruchtbaren Boden. 9500 Euro kamen zusammen und  65 Kinder im Alter zwischen fünf und  zehn Jahren durften sieben Tage lang Zirkusluft schnuppern.

Reif für den Auftritt wurden sie jedoch erst nach geduldigem Training. 16 Erwachsene, darunter auch Lehrer und sieben Jugendliche, hatten sich als Trainer gemeldet und übten unter der Aufsicht des Zirkuspädagogen Stefan Waskow und dessen Assistentin Ruth ein eineinhalb Stunden dauerndes Programm ein, das an Spannung und Originalität nichts vermissen ließ.

Angehen ließen es die noch ganz jungen Artisten mit Balance-Akten, schlugen Purzelbäume, schritten über Plastiktöpfe hinweg und bändigten am Ende ihrer Nummer sogar Leoparden, Tiger und Löwen. Tücher wurden unter gleißendem Licht geschwungen, Jongleure hantierten mit Keulen und  Reifen und wer besonders flink war, trippelte auf großen Gummibällen durch die Arena.

Wenn das mal gut geht, flüsterte man sich auf den Zuschauerbänken zu, als die älteren unter den  Artisten mit Feuer hantierten und mit Schirm und Fächer, gesichert freilich von Mama, auf das Hochseil stiegen.  Neben kleineren  Ulknummern zog eine Schar von Zauberern ihre Säbel  und durchlöcherten eine Kiste, in die sie zuvor einen ihrer Freunde eingesperrt hatten.  Der Kandidat überlebte die Tortur.

Ganz Mutige am Trapez

Ein Raunen ging schließlich durch das Zelt, als unter der Zirkuskuppel ein an drei Seilen befestigtes Reck einschwebte und die mutigsten unter den Zappzarap-Artisten, Mädchen ebenso wie Jungs, ihre schwindelerregenden Künste vorführten. Den Beifall  nahmen die Akteure stets mit zirkusgerechter Verbeugung entgegen.

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