Weltkindertag Glückliche Kinder toben sich im Stadtpark aus

Geislingen / Claudia Burst 21.09.2017
Begeisterte Kinder stürmen im Stadtpark die Stationen der Geislinger Kindereinrichtungen. Stadtjugendring und das Jugendreferat der Stadtverwaltung sind zufrieden mit der Resonanz.

Für drei Stunden gehört die Welt am Mittwochnachmittag den Kindern aus Geislingen und Umgebung.

Auf der ganzen Welt wird jedes Jahr am 20. September der Weltkindertag gefeiert. Dank des Stadtjugendrings und des Jugendreferats der Stadt Geislingen ist das auch in der Fünftälerstadt möglich – im Stadtpark gibt es ein buntes Programm.

15 Kinder-Einrichtungen aus dem Stadtgebiet haben sich für die kleinen Besucher viel einfallen lassen, was diese in Begeisterung versetzt. Der dreijährige Johannes ist ganz fasziniert von einer schillernden Riesen-Seifenblase, die in zwei Metern Entfernung an ihm vorbei schwebt: „Da, schnell Mama, schau.“ Das Kinderhaus am Tegelberg hat dafür eine Seifenblasen-Mischung in zwei Plastikwannen gemixt und ein Seil in Trapezform zwischen zwei Stöcke gespannt. Damit bringen Kinder die beeindruckenden Blasen zustande.

Wie an dieser Station stehen und sitzen die jungen Besucher auch an vielen anderen Schlange: an der Rollenrutsche, am Schminktisch, an dem sie in Tiger und Schmetterlinge verwandelt werden, beim Basteln, Malen und Slacklinen. „Für einen Weltkindertag unter der Woche ist richtig viel los“, sagt Alexandra  Ruoss vom Jugendreferat zufrieden. Das Motto des Weltkindertages laute in diesem Jahr „Kindern eine Stimme geben“, erklärt Holger Schrag. Als Vorsitzender des Geislinger Stadtjugendrings plädiert er in diesem Zusammenhang dafür, Kinderbeteiligung bei Fragen, die sie betreffen, gesetzlich zu verankern. „Man darf nicht unterschätzen, wie intelligent Kinder sind“, sagt Schrag. „Ich weiß das von der Ferienstadt, bei der Kinder immer wieder verblüffende Ideen haben und Lösungsvorschläge unterbreiten.“

Das Motto ist auch für die Station des Kinderschutzbundes Anlass, nicht nur Elternlektüre in unterschiedlichen Sprachen zum Thema „Kinderrechte“ auszulegen, sondern Kinder dazu Bilder malen zu lassen. Deshalb schmücken dort Zeichnungen eine Plakatwand, die mit dem „Wunsch nach einer glücklichen Familie“ unterschrieben sind – oder dem „Wunsch nach einem eigenen Zimmer“. Auch die Kinderschutzbund-Luftballons stoßen auf reges Interesse, was dessen Vorstandsmitglied Thomas Reiff ganz schön aus der Puste bringt: Er bläst jeden Luftballon einzeln mit Lungenkraft auf.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel