Fälschung Kindergeldbetrug: Kontrollen werden verstärkt

Region / ija 16.08.2018

Auf Landkreisebene werden keine Zahlen zu Kindergeldberechtigten und Zahlungsansprüchen und damit auch keine Zahlen zu fehlerhaften Angaben in Anträgen erhoben. Dies teilt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart, die das Thema auch für den Landkreis Göppingen bearbeitet, auf Nachfrage der GEISLINGER ZEITUNG mit. In Baden-Württemberg seien jedoch bislang keine Fälle von Kindergeldbetrug bekannt. Bei Kontrollen in Nordrhein-Westfalen stellte sich vergangene Woche heraus, dass Anträge gefälscht wurden, um Leistungen zu erhalten (wir berichteten überregional).

Betrugsfälle kommen laut Arbeitsagentur punktuell und vor allem in Großstädten vor, es gebe keinen Fokus auf eine bestimmte Staatsangehörigkeit. „Die Missbräuche sind punktuell dort aufgetreten, wo gesamte Familien sich neu in Deutschland niedergelassen haben“, heißt es weiter. Familien, bei denen ein Elternteil in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, die Kinder aber im Heimatland leben, seien nicht besonders auffällig. Für Kinder, die im Ausland leben, müssten beim Antrag umfangreichere Unterlagen eingereicht werden.

Familienkassen arbeiten landkreisübergreifend und werden bundesweit verstärkt Fälle prüfen, kündigt die Arbeitsagentur an. Daten werden auch mit ausländischen Sozialleistungsträgern ausgetauscht.

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