Kreis Göppingen/Rottenburg Katholiken: Kühlschränke, kaum Tauwetter

Kreis Göppingen/Rottenburg / PM 25.06.2013

Der vor zwei Jahren ausgerufene Dialogprozess in der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart ist am Samstag in einer aufwendigen Feier durch Bischof Gebhard Fürst offiziell beendet worden (wir berichteten).

Die Reformgruppen aus der Diözese, darunter das Göppinger "Forum Thomas" platzierten vier Kühlschränke vor der Festhalle in Rottenburg - ein Wink mit dem Zaunpfahl auf die Problemfelder. Die Türen zweier Kühlschränke waren geöffnet, als Signal, dass es auf zwei Gebieten wenigstens ein bisschen taut - nämlich bei der Anpassung der Liturgie an heutige Verhältnisse und bei die Ökumene. Die beiden anderen Kühlschränke blieben fest verschlossen - sie symbolisieren die Themen "Frauen in der Kirche" und "Sexualmoral".

Als Bischof Fürst die Festhalle betrat, begrüßte er die Reformgruppen per Handschlag und einigen wohlwollenden Worten. Die beiden Vertreterinnen des "Forum Thomas" waren vom Abschluss, trotz vieler Versprechen, insgesamt enttäuscht: "Viel Papier, Zeit und Geld wurden investiert, schon allein der Blumenschmuck, wie bei einem Staatsempfang", berichtet Anne-Marie Schmid aus Göppingen. Sie empfand das angesichts der drängenden Probleme unangemessen.

Das Göppinger Dialogforum kündigt an, weiterhin brisante Themen zu behandeln.