Veranstaltung Karriere machen ist einfach

Der Kommunikationsprofessor Martin-Niels Däfler wird am kommenden Donnerstag im Göppinger Kreissparkassenforum Tipps zum Einstieg ins Berufsleben geben. Der Eintritt ist frei.
Der Kommunikationsprofessor Martin-Niels Däfler wird am kommenden Donnerstag im Göppinger Kreissparkassenforum Tipps zum Einstieg ins Berufsleben geben. Der Eintritt ist frei. © Foto: Clara Folger
Kreis Göppingen / swp 09.04.2018

Wer Karriere machen will, muss die ungeschriebenen Gesetze des Arbeitslebens kennen. In der Schule und an der Uni lernt man viel. Doch selten erfährt man, worauf es im Beruf wirklich ankommt und was die Geheimnisse erfolgreicher Menschen sind. Der Kommunikationsprofessor Dr. Martin-Niels Däfler und Buchautor Ralph Dannhäuser geben beim „Karriereführerschein“ der Kreissparkasse am Donnerstag, dem 12. April, Tipps für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben sowie für die weitere Karriere. Außerdem informiert die Kreissparkasse im Anschluss über Ausbildungsberufe in ihrem Haus. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Sparkassenforum in Göppingen, Marktstraße 2.

Herr Professor Däfler, Sie behaupten in Ihrem Buch „Karriereführerschein“, dass man im Beruf erfolgreicher ist, wenn man über „Karriereskills“ verfügt – was verstehen Sie denn darunter?

Ich habe den Begriff „Karriereskills“ geprägt und meine damit handwerkliche Fähigkeiten, die jeder Mitarbeiter in einem Büro besitzen sollte. Dazu zählt zum Beispiel, die Grundregeln des Anstands zu beherrschen, sich selbst gut organisieren und sich verständlich in Wort und Schrift ausdrücken zu können.

 Das klingt nicht sonderlich anspruchsvoll. Die meisten Berufstätigen verfügen doch über diese Karriereskills.

Das sollte man meinen. Dem ist aber nicht so. Ich weiß das aus vielen Gesprächen mit Managern und aus einer Umfrage, die ich durchgeführt habe. Die interviewten Führungskräfte waren mehrheitlich der Ansicht, dass insbesondere junge Menschen noch einen erheblichen Nachholbedarf in Sachen Etikette und Ausdrucksvermögen haben.

 Und um diese Mängel geht es in Ihrem Buch?

Ja, wobei ich nicht den Oberlehrer spiele. Ich habe praxiserprobte Tipps zusammengetragen und viele konkrete Anleitungen erstellt, wie zum Beispiel zum Verfassen einer E-Mail oder zum Erstellen einer Präsentation. Der Hintergedanke ist der, dass das Buch zu einem ständigen Begleiter der Leser wird, wie es der Führerschein ja auch sein sollte.

 Daher also der Name Ihres Buches. Gibt es noch weitere Parallelen zum Straßenverkehr?

Es gibt noch viele weitere Entsprechungen. Die wichtigste davon ist die, wonach sich jeder im Büro rücksichtsvoll zu verhalten hat – genauso wie es im ersten Paragrafen der Straßenverkehrsordnung formuliert ist. Ein rücksichtsvolles, höfliches Auftreten am Arbeitsplatz bringt einen im Job schnell voran.

 Wird es darum auch in Ihrem Vortrag gehen?

Ja, ich werde den Zuhörern vor allem eine Botschaft mitgeben: Wer vorankommen will, sollte weniger seine Ellenbogen als sein Herz einsetzen. Langfristig erfolgreich ist nämlich nur der, der über Einfühlungsvermögen verfügt. Das hat nichts mit Naivität zu tun oder es jedem recht zu machen. Entscheidend ist, dass man jedem, mit dem man es beruflich zu tun hat, wertschätzend begegnet. Solchen Menschen gehört die Zukunft.

Herr Dannhäuser, Sie sind ja ebenfalls Referent beim Vortrag. Worüber sprechen Sie?

Heutzutage kommt man an sozialen Netzwerken nicht vorbei. Fast alle Jugendlichen sind bei Facebook, Twitter oder Instagram vertreten. Doch, wie sie sich dort verhalten, beeinflusst ihre Karrierechancen enorm. Das ist den meisten jungen Menschen nicht bewusst.

Inwiefern denn?

Auch wenn es gesetzlich stark eingeschränkt ist, so informieren sich doch viele Personaler vorab im Internet über die Bewerber. Wenn dort vor allem peinliche Partybilder und Pöbeleien zu finden sind, steigert das nicht unbedingt die Chancen, die angestrebte Stelle zu bekommen.

 Wozu raten Sie jungen Bewerbern?

Zunächst sollte man seine Social Media-Seiten auf solche Fehltritte hin überprüfen und gegebenenfalls Sünden löschen oder verbergen. Darüber hinaus empfehle ich dringend, Mitglied eines beruflich genutzten Netzwerks zu werden. Dort kann man sich professionell darstellen und interessante Kontakte knüpfen, die einem im Laufe der Karriere sehr nützlich sein können. Dazu sollte man freilich ein paar Grundregeln kennen – diese werde ich im Vortrag nennen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel