Vernissage Karl Holzinger zum 125. Geburtstag

Karl Holzinger: Rosendole, 1964. Arbeiten des Geislinger Künstlers sind von Sonntag an im Alten Bau zu sehen.
Karl Holzinger: Rosendole, 1964. Arbeiten des Geislinger Künstlers sind von Sonntag an im Alten Bau zu sehen. © Foto: Veranstalter
swp 13.10.2017

Karl Holzinger wurde 1892 in Geislingen geboren und absolvierte von 1906 bis 1909 eine Ausbildung zum Modelleur bei der WMF. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule Stuttgart und Kriegsdienst trat er 1920 wieder in die WMF ein und wirkte dort beim Aufbau der Neuen Kunstgewerblichen Abteilung (NKA) mit, deren Leiter er später wurde. Mit der NKA erwarb sich die WMF einen Ruf als renommierter Hersteller hochwertiger kunstgewerblicher Artikel, die unter dem Markennamen „Ikora“ auf den Markt gelangten.

In den 1950er Jahren arbeitete Holzinger zeitweise im Atelier Wagenfeld mit, in dem zahlreiche, teilweise auch heute noch im Sortiment geführte Artikel für die WMF entstanden. Nach seinem Ruhestand 1959 widmete er sich der Malerei und arbeitete eng mit dem Göppinger Künstler Helmut Baumann zusammen. Stets zeigte er sich eng seiner Heimatstadt verbunden, die viele Motive für seine Malerei lieferte. 1981 starb Holzinger in Offenburg.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Kunst- und Geschichtsverein mit Holzinger beschäftigt. Bereits 1992 zum hundertsten Geburtstag wurde eine Auswahl seiner Werke im Alten Bau gezeigt. Die jetzige Ausstellung möchte an den Designer und Maler erinnern. So werden expressive Malereien gezeigt, aber auch Zeichnungen, bildhauerische Arbeiten und Werke aus seiner Zeit bei der WMF.

Info Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 15. Oktober, 11 Uhr, in der Galerie im Alten Bau eröffnet. Zur Begrüßung spricht der Vorsitzende des Kunst- und Geschichtsvereins Roland Funk, in die Ausstellung führt die Kunsthistorikerin Regina M. Fischer aus Pforzheim ein.