Am Sonntag, 8. September, kehrt Jürgen Klinsmann ins Eybacher Tal zurück. In die Straße, die seinen Namen trägt. Beim Benefizspiel versammeln sich viele seiner Weggefährten für den guten Zweck: das von Klinsmanns Stiftung Agapedia und der Stadt Geislingen geführte neue K 19.

Agapedia setzt sich aus „Agape“ (Liebe) und „Pedia“ (Kinder) zusammen

Stefan Barth, geschäftsführender Gesellschafter und Mitbegründer der Agapedia gGmbH, erklärt im Interview, was das Anliegen der Stiftung ist.

Was verbindet Sie mit Jürgen Klinsmann?

Eine über 40 Jahre andauernde Freundschaft zu einem feinfühligen und besonderen Menschen. Und durch das K 19-Herzenssache-Projekt geht es für uns jetzt wieder „back to the roots“: Wir engagieren uns zusammen in unserer alten Heimatstadt.

Was erhoffen Sie sich von der Veranstaltung?

Dass die Sonne scheint und es ein Fest wird, auf dem sich alte Freunde wiedersehen. Und obendrein, dass wir einen soliden Erlös erwirtschaften und am Netzwerk arbeiten, um das K 19-Herzenssache-Haus vollends einrichten zu können und nachhaltig in Geislingen zu etablieren.

Alles beginn 1994 nach dem Länderspiel Deutschland gegen Albanien

Seit wann gibt es Agapedia und was ist das Anliegen der Stiftung?

Die Gründung erfolgte im Nachgang eines Länderspiels 1994, Albanien gegen Deutschland in Tirana, als Jürgen Klinsmann uns besuchte. Meine Frau und ich waren zu diesem Zeitpunkt für sechs Monate in einem Entwicklungshilfeprojekt in Albanien tätig. Unser Treffen in Tirana war der Auslöser zur Gründung von Agapedia im Januar 1995.

Warum dieser Name?

Agapedia setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „Agape“ (Liebe) und „Pedia“ (Kinder) und bedeutet den Auftrag, die Welt für benachteiligte Kinder besser zu machen. Wir haben das in den vergangenen 24 Jahren im Esslinger Kinderzentrum und mit unserem Stiftungsnetzwerk in Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Georgien getan. Und jetzt freuen wir uns, ein zweites Projekt für Kinder in der alten Heimat auf den Weg zu bringen.

Wann nimmt das K 19 den Betrieb auf?

Nach der kompletten Sanierung müssen wir aktuell vollends einrichten, im Herbst erfolgt die offizielle Eröffnung zusammen mit der Stadt Geislingen, dem Verein Herzenssache sowie vielen Helfern und Unterstützern. Der genaue Termin ist noch nicht fixiert.

Projekt für Kinder aus ganz Geislingen

Für wen ist das Haus gedacht?

Das Projekt ist für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus ganz Geislingen und speziell aus der Oberen Stadt gedacht. Dazu soll es aufgrund seiner zentralen Lage als Treffpunkt und Vernetzungsort für unterschiedliche Geislinger Einrichtungen, Vereine und Initiativen dienen.

Sie haben als Ausrichter des Benefizspieles den SC Geislingen gewonnen, das lag doch nahe, oder?

Werner Gass, Andreas Strehle und Lars Wittlinger waren alle von Beginn an in den Planungsprozess des K 19 involviert. Der SC war immer präsent und wir werden versuchen, moderne und fußballnahe Angebote ins K 19 zu integrieren, um eine Anbindung an den SC Geislingen und auch andere Vereine zu unterstützen. Der SC ist als Ausrichter des Benefizspiels mit großem Engagement am Werk und so passt alles bestens zusammen.

Info Stehplatzkarten fürs Benefizspiel gibt’s bei der Buchhandlung Ziegler in der Geislinger Fußgängerzone, im SC-Vereinsheim und im Autohaus Maier in Kuchen.

In Geislingen aufgewachsen


Stefan Barth, Jahrgang 1964, Diplom-Betriebswirt (FH), ist seit 1995 geschäftsführender Gesellschafter und Mitgründer der Agapedia gGmbH, als Stiftung und Kinderhilfswerk von Jürgen Klinsmann mit Sitz in Stuttgart. Aufgewachsen ist er in Geislingen, wo seine Eltern noch wohnen. Als Klinsmann vor zwei Jahren die Idee hatte, die Räumlichkeiten in der Karlstraße 19 für ein zweites Kinderprojekt von Agapedia zu nutzen, entwickelten Stefan Barth und Gattin Marika zusammen mit Klinsmann das Projekt Schritt für Schritt weiter.