Von Mittwoch bis Freitag haben junge Menschen aus ganz Europa beim Europäischen Schulsportfest das Beste aus sich herausgeholt. Bei den Schwimmwettkämpfen im 5-Täler-Bad, bei der Leichtathletik im Sindelfinger Glaspalast, beim Fußball in der Michelberghalle und beim Handball in der Wölkhalle – der Sieg war für viele ganz nah, und für manche wurde der Traum wahr.

Auch diejenigen, die nicht auf einem der ersten Plätze gelandet sind, haben die wertvolle Erfahrung gemacht, bei dem länderübergreifenden Turnier dabei gewesen zu sein. Die GZ hat Teilnehmer gefragt, was sie an der diesmal vom Geislinger Michelberg-Gymnasium ausgerichteten Veranstaltung schätzen und was sie motiviert:

Selin Kuscuoglu (16), im Team des Geislinger Michelberg-Gymnasiums: „Meine Leidenschaft ist Handball. Ich spiele seit vier Jahren und eigentlich immer als Feldspielerin. Beim Schulsportfest stehe ich aber im Tor, das ist also eine besondere Herausforderung für mich. Da trage ich alleine die Verantwortung. Auf dem Spielfeld kommunizieren wir viel mit den ausländischen Schülern, zum Beispiel über die Regeln; hauptsächlich auf Englisch. Die Spielart unterscheidet sich zum Teil von unserer. Aber selbst wenn es mal Diskussionen gibt – nach dem Spiel klatschen wir alle ab.“

Romain Kreis (18), im Team des ­Lycée Polyvalent Stanislas de Wissembourg in Frankreich: „Ich ­mache eigentlich Triathlon, beim Schulsportfest habe ich beim Schwimmen und Laufen mitgemacht. Bei der Veranstaltung steht für mich der Spaß im Vordergrund. Über Politik mache ich mir dabei keine Gedanken. Außerdem lerne ich Deutsch in der Schule, und das ist eine gute Möglichkeit, um die Sprache zu sprechen. Geislingen gefällt mir gut, und auch das Internat in Bad Überkingen, in dem wir übernachten, ist sehr schön.“

Amelie Bulka (16), im Team des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Fellbach: „Das Wichtigste an dem Turnier ist für mich, dass es Spaß macht. Natürlich will ich mit meiner Mannschaft auch gut abschneiden, vor allem beim Handball. Ich freue mich, Geislingen als Stadt ein bisschen kennenzulernen. Auf der Burgruine Helfenstein hat es mir zum Beispiel sehr gut gefallen. Leider ­hatten wir wegen des dichten ­Nebels keine so gute Aussicht. Mit den anderen spreche ich deutsch, englisch oder französisch – zur Not funktioniert es mit Händen und ­Füßen.“

Pálma Gödény (18), im Team des Szent-László-Gimnázium in Budapest: „Ich brenne für die Leichtathletik, vor allem für den Weitsprung. Ich liebe es zu gewinnen, das ist meine Motivation. Bei meiner Sportart bin ich vor allem auf mich allein gestellt, aber ich mag auch den Teamgeist unserer Mannschaft. Die Fahrt von Budapest nach Geislingen hat ungefähr 13 Stunden gedauert – das war lang, aber es hat sich gelohnt. Was mir bei der Stadtführung besonders gut gefallen hat, war die wunderschöne Stadtkirche. Letztes Jahr war ich beim Europäischen Schulsportfest in Hohenschwangau dabei, diesmal in Geislingen, und ich komme ­gerne wieder nach Deutschland.“

Stefan Seipl (15), im Team der De-la-Salle-Schule in Wien: „Beim Fußballturnier am Freitag hat ­unserer Mannschaft leider das Glück gefehlt. Aber mein Ziel ist grundsätzlich, so weit wie möglich zu kommen. Fußball ist für mich mehr als ein Hobby. Ich trainiere viermal in der Woche und bin einmal pro Woche zum Spiel auf dem Platz. Auch beim Schulsportfest steht für mich der Sport im Vordergrund – um teilzunehmen, muss man schon was können. Ich bin zum ersten Mal in Deutschland und freue mich, bei dem Turnier neue ­Leute ­kennenzulernen. Man vernetzt sich und schließt Freundschaften.“