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Wochenmarkt
Geislingen / Von Isabelle Jahn Die Deutsche Marktgilde bemüht sich seit zwei Jahren, die Geislinger Wochenmärkte bekannter und beliebter zu machen. Aktionen kommen gut an, aber die Händlersuche gestaltet sich schwierig.

„Die Situation ist immer noch sehr schwierig.“ So fasst Eva-Maria Kamrad im Verwaltungsausschuss die Entwicklung der Geislinger Wochenmärkte zusammen. Kamrad ist Prokuristin der Geretsrieder Regional-Niederlassung der Deutschen Marktgilde, die die beiden Märkte im Mai 2017 von der Stadt übernommen hat.

Dass damit eine Mammutaufgabe bevorsteht, war damals schon klar: Supermärkte machen mit günstigen Angeboten Konkurrenz und locken mit Fertigprodukten. Auf dem Wochenmarkt hingegen gibt es vor allem Ware „im Rohzustand“ zu kaufen, macht Kamrad deutlich: „Da prallen zwei Welten aufeinander.“ Man bemühe sich zunehmend, jüngere Kunden auf die Märkte zu locken.

Eine weitere Herausforderung sei es, neue Händler zu gewinnen. Momentan verkaufen auf dem Mittwochsmarkt in der Fußgängerzone und samstags in Altenstadt jeweils 15 Markthändler regelmäßig ihre Waren. Der Umsatz in Geislingen ist laut Kamrad schwankend.

Geislinger Stadträte sind optimistisch

Die Ausschussmitglieder sehen die Entwicklung positiv: „Der Wochenmarkt hat seit der ­Übernahme durch die Markt­gilde ­gewonnen“, sagt CDU-Stadtrat Hans-Peter Maichle und Fraktionskollege Werner Ziegler schließt sich an: „Wir haben ­die Abwärtsspirale gestoppt.“ Aber auch Verbesserungsvorschläge werden laut, zum Beispiel Häppchen zum Probieren an den Ständen. Kamrad berichtete von den Aktionen im vergangenen Jahr. Besonders wichtig sei aber die Werbung außerhalb des Marktes, um die Märkte bekannter zu machen.

Auswertung des Konzepts im Jahr 2020

Die Stadt Geislingen hat den Vertrag mit der Deutschen Marktgilde für insgesamt drei Jahre abgeschlossen. Im nächsten Jahr soll das Konzept laut Kamrad umfassend bewertet werden – dann sei auch ein Zeitpunkt für mögliche Änderungen und Neuerungen. Oberbürgermeister Frank Dehmer sagt: „Ein Erfolg wäre, die Besucherzahl zu halten.“

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