Klaus Nickel, Geislingens Stadtjugendreferent, hält es ganz mit Pippi Langstrumpf: „Mach’ die Welt, wie sie dir gefällt.“ Aus diesem Grund appelliert er auch an sein Klientel, am 26. Mai wählen zu gehen. „Die Kommunalwahl ist die Wahl, bei der man direkt Einfluss auf sein unmittelbares Lebensumfeld, auf die handelnden Personen nehmen kann – gerade bei Themen, die die Jugend betreffen“, sagt Nickel. 2013 hatte der Landtag beschlossen, das Mindestalter bei den Kommunalwahlen auf 16 Jahre abzusenken, im Mai 2014 griff dieses Gesetz erstmals.

Um die Jugendlichen zu motivieren, ihr aktives Wahlrecht wahrzunehmen, startet das Geislinger Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung – wie schon 2014 – ein Erstwählerkampagne. Kernstück sind dabei Infoveranstaltungen an den Schulen, bei den die Schüler bei Präsentationen die Basics erklärt bekommen: Wie laufen Kommunalwahlen ab? Welche Aufgaben hat ein Gemeinderat? Wie kann man sich selbst in die Kommunalpolitik einbringen? Startschuss soll Ende März, Anfang April sein, wenn die Kandidatenlisten der Parteien und Wählervereinigungen stehen.

Ebenfalls geplant ist Anfang Mai eine lockere Talk-Runde im Mehrgenerationenhaus oder in der Rätsche. 2014 trug diese Veranstaltung den Titel „Spotlight on Politics“. Eingeladen werden zwei Kandidaten jeder Liste, mit welchen die Jugendlichen ins Gespräch kommen und ihre Anliegen schildern sollen. Außerdem gibt es Überlegungen, auf Instagram eine Geislinger Jugend-Wahlseite einzurichten.

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Zusammenarbeit im Netzwerk


Im Geislinger Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung kooperieren der Jugendgemeinderat, das Stadtjugendreferat, die Mobile Jugendarbeit, der Stadtjugend- und der Kreisjugendring sowie das Jugendhaus Maikäferhäusle und das Kinder- und Jugendhaus Tälesbahnhof. Die Arbeit der Einrichtungen reicht von Aktionen wie Konzerten, politischen Veranstaltungen oder der Ferienstadt bis hin zur Arbeit der Streetworker und der hauptamtlichen Jugend- und Jugendsozialarbeit.