Wahl Jetzt zwei Kandidaten in Amstetten

Susanne Leonhardt will Bürgermeisterin in Amstetten werden.
Susanne Leonhardt will Bürgermeisterin in Amstetten werden. © Foto: Privat
Amstetten / Thomas Hehn 12.01.2018
Amstetten hat den nächsten Bürgermeister-Kandidaten: Am Freitag hat sich Susanne Leonhardt für die Wahl am 4. März beworben.

Nun haben die Amstetter tatsächlich die Wahl: Nach Johannes Raab hat am Freitag Susanne Leonhardt aus Amstetten ihre Bewerbungsunterlagen im Rathaus abgegeben. Die 41-Jährige ist keine Unbekannte in der Albgemeinde. Bereits vor viereinhalb Jahren sorgte Leonhardt für Aufsehen, als sie in ihrer Funktion als Elternbeirätin gegen die drastische Erhöhung der Krippengebühren mobil machte. „Leider hat’s nichts genutzt“, erinnert sich die verheiratete Mutter eines mittlerweile sechs Jahre alten Sohnes. In der Folge bewarb sich Leonhardt 2014 auf der Liste  der FWV für den Gemeinderat, schaffte den Einzug ins Gremium aber nicht.

„Ich bin jemand, der gern gestaltet. Und ich möchte, dass es in Amstetten vorangeht. Jetzt ist die Möglichkeit da“, begründet die gebürtige Saarländerin ihre Kandidatur: Elternbeirat ist sie zwar nicht mehr, engagiert  sich aber noch im Partnerschaftsausschuss mit der französischen Gemeinde Celles sur Belle und als Vorstandsmitglied im Sozialen Förderverein.

Dass die Bereichsleiterin für Qualitätsmanagement und Versicherung bei einer mittelständischen Spedition in Ulm über keine Erfahrung in der  Kommunalverwaltung verfügt, sieht Leonhardt nicht als Nachteil. „Der letzte kam aus der Verwaltung – und was hat’s genutzt“,  spielt die Kandidatin auf das vorzeitige Ende des bisherigen Amtsinhabers Jochen Grothe an. Außerdem  säßen im Rathaus sehr fähige Mitarbeiter. „Die machen richtig gute Arbeit. Sonst wäre das Ding schon lange an die Wand gefahren.“ Abgesehen davon gelte für sie der Grundsatz: „Was ich heute nicht kann, kann ich lernen.“

Konkrete Ziele, wie Amstetten vorankommen kann, sieht Leonhardt in einigen Bereichen: Neben bezahlbarem Wohnraum „damit wir junge Leute halten und weitere anziehen“, gehört dazu noch eine vernünftige Infrastruktur mit Krippenplätzen, attraktivem Schulstandort und Ärzte („wir haben nur noch einen“). Außerdem will Leonhardt mit Bürgerbus oder ähnlichen Angeboten die Mobilität für die Bewohner ohne Fahrgelegenheiten in den Teilorten verbessern.

Bereits vor vier Wochen hat mit dem 31-jährigen Diplomverwaltungswirt Johannes Raab der erste Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen. Die Bewerbungsfrist für die Wahl am 4. März endet am 5. Februar.

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