Jahreskonzert Jahreskonzert der Amadeus-Singschule: „Wohlan, wir heben mit Singen an“

Vor- und Hauptchor der Amadeus-Singschule machen beim Jahreskonzert deutlich, wie sich die Stimmen der jungen Musiker weiterent­wickelt haben. Foto: Markus Sontheimer
Vor- und Hauptchor der Amadeus-Singschule machen beim Jahreskonzert deutlich, wie sich die Stimmen der jungen Musiker weiterent­wickelt haben. Foto: Markus Sontheimer © Foto: Markus Sontheimer
Bettina Verheyen 13.10.2016
Die Sänger der Amadeus-Singschule beweisen bei ihrem Auftritt in der Jahnhalle ihre stetige Weiterentwicklung.

In ihrem Jahreskonzert am Sonntag in der Geislinger Jahnhalle entfaltete die Amadeus-Singschule unter der Leitung von Christel Wittmann ihr vielfältiges Repertoire von Kinder- und Volksliedern über Kunstlieder bis zu Arien aus großen Opern. In dem zweistündigen Konzert zeigte sich, wie sich die  jungen Musiker stetig weiter entwickeln..

Eröffnet wurde das Konzert durch den musikalischen Einzug von Vor- und Hauptchor der Singschule. Bereits das Programm des Vorchores machte den stufenweisen Ansatz der musikalischen Erziehung in der Singschule deutlich. Reizende einstimmige Lieder waren ebenso vertreten wie ein dreistimmiger Satz von „Ich geh durch einen grasgrünen Wald“ bei dem die kleinen Sänger lernen, die eigene Stimme zu halten. Der Vorchor sang sein Programm ohne Noten oder Text und immer klar verständlich.

Der Hauptchor begann mit zwei gegensätzlichen Duetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy und stellte sie dank seines Ausdrucksvermögens überzeugend nebeneinander. Christel Wittmann begleitete den Chor selbst am Flügel, während dieser ohne Dirigat singt – dies zeigt, welche Möglichkeiten durch stetes Üben, Singen und Hören entwickelt werden.

Ein Thema des Konzertes war das Spiel mit Polyphonie. Exemplarisch dargelegt an dem alten Ansingelied „Wohlauf, wir heben mit Singen an“ in dem sich die Mehrstimmigkeit nach und nach entfaltet. Kleine Besetzungen aus dem Mädchenchor zeigten reife, klare, gut ausgebildete Mädchenstimmen als natürliche Weiterentwicklung der Arbeit des Hauptchores, unter anderem in „Mailied“ von Franz Schubert. Im schwedischen Volkslied „Ack Värmeland“ beherrschte der Hauptchor die sirrenden, in moll gesetzen Harmonien.

Im weiteren zeigten Pia Erb und Johanna Bohnstengel als Solistinnen ihr Können. Louis Wittmann begleitete sie und erfasste sensibel die stimmlichen und musikalischen Bedürfnisse jedes einzelnen Stückes. Er selbst bot „Am Feierabend“ von Franz Schubert dar. Die Sopranistin Patrizia Piras, deren musikalische Ausbildung in der Amadeus-Singschule ihren Anfang nahm, hatte fünf spanische Lieder von Manuel de Falla ausgewählt – altes spanisches Liedgut, in anspruchsvoller Vertonung.

Traditionell endete das Konzert mit dem „Maulbeerenbusch“ zu dem die ganze Singschule noch einmal vereint auf der Bühne war.

Ehrungen

Katharina Strehle wurde für 15 Jahre Singen im Chor geehrt, Isabelle Schweizer, Isabel Erb und Teresa Hüll für zehn Jahre und Emilie Danzer für fünf Jahre.