Internationaler Tag des Ehrenamts Internationaler Tag des Ehrenamts im Schubartsaal

Heide Rigl bringt ihre Zuhörer beim Internationalen Ehrenamtstag im Geislinger Mehrgenerationenhaus mit ihrer „Stadtführung im Sitzen“ zum Schmunzeln.
Heide Rigl bringt ihre Zuhörer beim Internationalen Ehrenamtstag im Geislinger Mehrgenerationenhaus mit ihrer „Stadtführung im Sitzen“ zum Schmunzeln. © Foto: Claudia Burst
Geislingen / Claudia Burst 06.12.2018

Den Einsatz der Ehrenamtlichen mit „herzlichem Dankeschön“ würdigen – dafür gibt es den Internationalen Tag des Ehrenamts. Diesen Tag feierten gestern Vormittag die Samariterstiftung und das Mehrgenerationenhaus (MGH) mit „ihren“ Ehrenamtlichen in Geislingen. Etwa 80 der insgesamt 230 Engagierten waren dafür in den Schubartsaal des MGH gekommen. Holger Scheible als Vertreter der Stadt begrüßte die Gäste. „Dieses ‚Danke’ heute soll nicht kalte Routine sein“, betonte er, „denn ohne Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft nicht in der Vielfalt funktionsfähig, wie wir das täglich erleben“.

Ehrenamtliche seien keine Menschen der vielen Reden, sie handelten lieber, sagte Scheible. Sie brächten sich dem Nächsten gegenüber ein und erhielten dafür Dankbarkeit zurück. „Das ergibt ein harmonisches inneres Gleichgewicht“, konstatierte er und forderte seine Zuhörer auf, „ansteckend“ zu wirken.

Holger Scheible freute sich über die Tatsache, dass sich vermehrt jüngere Menschen ehrenamtlich engagierten, also Menschen, die noch im Arbeitsleben stünden. „Viele dieser Ehrenamtlichen können um diese Tageszeit nicht an dieser traditionellen Feier teilnehmen, deshalb überlegen die Verantwortlichen, die Tageszeit eventuell zu ändern.“ Nicken in den Reihen der Gäste signalisierte Zustimmung.

Mit dem humorvollen Gedicht eines „Revoluzzer-Weihnachtsbaums“ und einer kurzen, nachdenklich machenden Geschichte grüßte der Regionalleiter des Samariterstifts, Uwe Glöckner, die Besucher. „Unsere Ehrenamtlichen sind eine starke Truppe“, lobte er die 130 Engagierten im Samariterstift sowie 100 im Mehrgenerationenhaus. „Das Wertvollste ist Zeit“, betonte er und bedankte sich für genau dieses Geschenk, das die Ehrenamtlichen im Kontakt mit den Menschen spendeten.

Stadtführung im Sitzen

Zum Programm der Ehrenamts-Feier gehörte neben einem Zwischenspiel der Musikschule und dem  Mittagessen auch eine „Stadtführung im Sitzen“. Für diese brauchten die Gäste statt Kondition einfach nur Fantasie. Stadtführerin Heide Rigl forderte ihre Zuhörer auf: „Stellen Sie sich vor, wir stehen vor dem Alten Bau.“ Sie „marschierte“ von dort zum einen durch die Obere Stadt und deren vielen interessante Gebäude, zum anderen vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Ihre Ausführungen garnierte sie mit Humor und vielen kleinen Anekdoten, so dass die Besucher viel zu lachen hatten und am Ende mit Applaus nicht sparten.

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