Geislingen In zehn Jahren Gutes bewirkt

Ein Großteil des Freundeskreis-Vorstands und -Beirats. Von rechts: Jörg Schneider, Gisela Schlegel, Uwe Glöckner, Karin Eckert, Peter Maichle, Manfred Wohland und Michael Rahnefeld.
Ein Großteil des Freundeskreis-Vorstands und -Beirats. Von rechts: Jörg Schneider, Gisela Schlegel, Uwe Glöckner, Karin Eckert, Peter Maichle, Manfred Wohland und Michael Rahnefeld. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen / Michael Rahnefeld 02.11.2018
Der Freundeskreis Samariterstift setzt sich für die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner der beiden Altenpflegeheime der Samariterstiftung in Geislingen ein.

Er macht eher wenig Wirbel um sich, der Freundeskreis Samariterstift Geislingen. Fast unbemerkt von der großen Öffentlichkeit ist die Folgevereinigung des einstigen Fördervereins Seniorenzentrum Bronnenwiesen jetzt zehn Jahre alt geworden. Am 22. September 2008 hatte sich ein tatkräftiger Trupp um Peter Maichle dazu entschlossen, den zur Samariterstiftung gehörenden Altenpflegeheimen in Geislingen auch weiterhin zur Seite zu stehen. Die Mannschaft hatte in weitgehend selber Besetzung schon zuvor recht erfolgreich dafür gesorgt, dass im Seniorenzentrum Bronnenwiesen eine Begegnungsstätte eingerichtet werden konnte. Rund 250 000 Euro hatte der Verein zusammengetragen.  Als Ziele hatte sich dieser Vorgängerverein zum einen eben die Finanzierung dieser Begegnungsstätte gesteckt, zum andern Beiträge zur Verbesserung der Lebensqualität. Letzteres hat sich seit zehn Jahren auch der Freundeskreis auf die Fahnen geschrieben.

Und der Freundeskreis hat in diesen zehn Jahren wahrlich schon viel Gutes bewirkt. Eine der wohl größten sichtbaren Leistungen dürfte der Demenzgarten am Geislinger Samariterstift sein, der im Juni 2015 eröffnet wurde. 123 000 Euro hat dieses Projekt gekostet, den größten Teil davon hat der Freundeskreis zusammengetragen, der unermüdlich Spendengelder einsammelt.

Ein weiteres gelungenes und nachhaltiges Projekt dürfte die Wiederbelebung des Café WunderBar in den Bronnenwiesen sein. Nachdem dieser Treffpunkt etliche Jahre von der Lebenshilfe betrieben worden war, zog sich letztere Ende Januar 2015 zurück, es kam zum Stillstand. Ein Dahinschlummern dieser „wunderbaren“ Einrichtung wollten die Freundeskreisler aber nicht hinnehmen, verschiedene Möglichkeit eines Eigenbetriebs angedacht. Und auch dieses Vorhaben gelang. „Es ist ein Stück Lebensqualität für unsere Bewohner und ihre Angehörigen“, erklärte im Juli vor zwei Jahren der damalige Leiter des Samaritertstifts Uwe Glöckner sehr glücklich. Seit Herbst 2016 herrscht wieder Leben im Café WunderBar. Ehrenamtliche Helferinnen um Gisela Schlegel stemmen den Cafébetrieb mit viel Engagement, und das Angebot wird zur  Freude aller auch gut angenommen.

Doch nicht nur diese großen öffentlichkeitswirksamen Dinge werden vom Freundeskreis gefördert, oftmals sind es Anschaffungen für die beiden Pflegeheime wie Außenmöbel oder besondere Dinge, die in der Altenpflege und -betreuung eingesetzt werden können.  Ob die Anschaffung einer elektronisch gesteuerten Plüschrobbe zur positiven emotionalen Aktivierung von Demenzkranken realisiert wird, steht derzeit zur Entscheidung und richtet sich immer nach dem Bedarf oder sinnvollen Einsatz solcher Dinge. Denkbar wäre beispielsweise auch ein Massagesessel, den Senioren und Pflegekräfte gleichermaßen nutzen könnten. Im Grunde geht es einfach um Lebensqualität, die in den Heimen geschaffen werden soll.

Doch zunächst einmal trifft sich jetzt der Freundeskreis am Montag, dem 12. November, zu seiner Hauptversammlung, bei der Vorsitzender Peter Maichle Bilanz ziehen wird, vermutlich auch über die vergangenen zehn Jahre. Zudem stehen Neuwahlen  an.

Info Der Freundeskreis Samariterstift hat derzeit zusammen mit dem Vorstand 21 Mitglieder. Ein Flyer des gemeinnützigen Vereins mit Kontaktadressen und Spendenkonten liegt an verschiedenen Stellen in der Stadt, unter anderem bei der GZ, aus. Neuzugänge beim Freundeskreis sind jederzeit willkommen, ebenso Spenden.

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