Gesellschaft Im Obdachlosenheim liegt einiges im Argen

Geislingen / Claudia Burst 14.08.2018
Sozialarbeiterin Theresa Kapinus macht auf die schlimmen Zustände im Geislinger Übergangswohnheim aufmerksam.

In Geislingen gibt es „In den Bergwiesen“ ein Obdachlosenheim. Richtiger ein Übergangswohnheim, in das alleinstehende Wohnungslose vorübergehend eingewiesen werden, die sonst auf der Straße leben und schlafen müssten.

„Das ist das Problem“, sagt Sozialarbeiterin Theresa Kapinus vom Göppinger Haus Linde. Sie bezieht sich auf die Tatsache, dass ein Gebäude, das als Übergangswohnheim konzipiert ist, von einem Großteil der momentan 26 Bewohner – 21 Männer und fünf Frauen – oft für lange Zeit bewohnt wird. „Es gibt weder eine genaue Definition dessen, wie lange eine Übergangszeit dauert, noch eine Alternative für danach“, moniert Kapinus, die in diesem Zusammenhang die unklaren Regelungen in Deutschland kritisiert. In Geislingen ist die Stadt zwar für das Übergangswohnheim zuständig, nicht jedoch für die Bewohner.

Diese unklaren Vorschriften oder fehlenden Definitionen führen laut Kapinus dazu, dass in der Obdachlosenunterkunft vieles im Argen liegt. Das betreffe zum einen die Ausstattung der Zimmer (Was gehört rein? Wer muss was besorgen?), zum anderen die Regelung, wer eigentlich bei Unterhalt und Pflege für was verantwortlich ist. Das beinhaltet vor allem auch die Aufgaben der Bewohner, etwa die Pflege der Gemeinschaftsräume. Vor allem die Gemeinschaftsduschen sehen verheerend aus.

Laut Ordnungsamt sind für die Sauberkeit dieser Bereiche die Bewohner selbst verantwortlich, selbige sehen aber da den Hausmeister in der Pflicht. Außerdem weist das Ordnungsamt darauf hin, dass sie sich vor Einweisung jedes neuen Bewohners darum kümmere, dass das Zimmer in einem sauberen Zustand übergeben werde.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch im E-Paper unserer Zeitung sowie in der gedruckten Ausgabe.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel