Volkshochschule Hypnose gegen Prüfungsangst

Geislingen / Alessa Steinleitner 03.11.2018

 „Das schaffst du nicht!“ „Du kannst das sowieso nicht!“ Aussagen wie diese können dazu beitragen, dass Prüfungsangst entsteht: „Solche Sätze bleiben im Unterbewusstsein hängen“, erklärt Sonja Kessler. Sie leitet den zweitägigen Kurs der Geislinger Volkshochschule, in dem sich alles um Prüfungsangst dreht. Mithilfe von Hypnose sollen die Teilnehmer künftig gelassener an einer Prüfung, Klassenarbeit oder auch Präsentation teilnehmen. So erhofft sich auch eine 15-jährige Teilnehmerin, ohne Bauchschmerzen eine Klausur zu schreiben. Dafür, dass die Hypnose hilft, gibt es jedoch keine Gewissheit: „Es wäre unprofessionell, wenn ich eine Garantie geben würde“, erklärt der Hypnose-Coach. Das Ziel sei, mittels Hypnose Blockaden aufzulösen, die die Angst verursachen.

Bevor es losgeht, bekommen die Frauen und Männer unterschiedlichen Alters Informationen zur Wirkung der Hypnose. Die „Showhypnose“, wie man sie im Fernsehen sieht, vermittelt häufig ein falsches Bild, sagt Kessler und stellt klar: Hypnotisierte können zu nichts gezwungen werden. In der Hypnose erreicht der Körper einen Zustand, wie man ihn kurz vor dem Einschlafen hat. Hat man diesen Zustand erreicht, spricht der Hypnotiseur mit dem Unterbewusstsein der von Angst geplagten Person. Dies funktioniere auch, wenn diese dabei einschlafen sollte, so die Expertin.

Anschließend beginnt die Hypnose: Die Kursleiterin führt die Anwesenden mit ihrer Stimme in einen Wald. Dort erreicht man nach einiger Zeit einen Wasserfall, der einen von sämtlichen Blockaden und Ängsten bereinigt. Es folgen noch einige Suggestionen, die sich im Unterbewusstsein verfestigen und wirken sollen. Nach einer knappen halben Stunde kommt wieder Bewegung in die Teilnehmer.

Neben der Hypnose bekommen die Teilnehmer am Ende des ersten Kurstages einige Ratschläge mit auf den Weg. Wer sehr nervös ist, soll zum Beispiel laut Kessler ein bis zwei Wochen vor der Prüfung zur selben Zeit ins Bett gehen, auf Alkohol verzichten und zwischen Abendessen und Schlafen mindestens zwei Stunden Abstand einplanen. In der Prüfung könne man unter anderem auf Atemübungen zurückgreifen.

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