„Ich war starr vor Angst“, erzählt Morgado de Oliveira. Sie war am Mittwoch nach einem Stromausfall zusammen mit ihrem Freund Jochen Burst und 80 weiteren Menschen gefangen in einer Gondel der Tiroler Zugspitzbahn. „Ich war absolut angespannt. Man weiß einfach nicht, was passiert, so was kennt man ja nur aus Filmen“, erzählt Burst. Dennoch seien alle erstaunlich ruhig geblieben, Panik sei nicht ausgebrochen. Vor allem wegen der Kinder in der Gondel hätten sich die meisten zusammengerissen, vermutet Burst. Das Warten auf Rettung war eine Qual: „Man schaut jede Minute auf die Uhr. Doch die Zeit vergeht einfach nicht“, erzählt Burst. Nach etwa anderthalb Stunden, gegen 18 Uhr, dockte dann erstmals der Berge-Korb an. Morgado de Oliveira durfte die Gondel – zusammen mit anderen Frauen und Kindern – verlassen, ihr Freund musste noch ausharren, bis auch er gerettet wurde.

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Warum die Gondel stehenblieb


Weil wegen eines Sturmes ein Baum auf die Stromleitung fiel, gab es ab 16.20 Uhr in Lermoos und darüber hinaus einen Stromausfall. Dieser Stromausfall sorgte für einen sofortigen Notstopp der Ehrwalder Zugspitzbahn. Durch das starke Bremsen sprang das Zugseil der Bahn aus der Führung. Laut Tiroler Tageszeitung konnte das Problem am Donnerstagnachmittag behoben werden, ab heute fährt die Gondel wieder.