Preis Hochschule erhält Preis für Recycling

HfWU-Rektor Professor Dr. Andreas Frey (Mitte) und HfWU-Marketing-Leiter Andreas Bulling (Zweiter von links) nehmen die Auszeichnung von IPR-Sprecher Ulrich Feuersinge, Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und Hochschulverbandschef Dr. Michael Hartmer (von links) entgegen. Foto: Tina Merkau
HfWU-Rektor Professor Dr. Andreas Frey (Mitte) und HfWU-Marketing-Leiter Andreas Bulling (Zweiter von links) nehmen die Auszeichnung von IPR-Sprecher Ulrich Feuersinge, Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und Hochschulverbandschef Dr. Michael Hartmer (von links) entgegen. Foto: Tina Merkau © Foto: Tina Merkau
SWP 13.10.2016
Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) ist deutschlandweit die zweitbeste Hochschule im Papieratlas-Hochschulwettbewerb.

Wieviel Recyclingpapier verwenden deutsche Hochschulen? An der gesamten Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) besteht 90 Prozent des verwendeten Papiers aus Recyclingmaterial, in der Verwaltung sind es gar 100 Prozent. Mit diesem Wert hat es die HfWU im erstmalig für Hochschulen mit über 5000 Studenten ausgetragenen Wettbewerb zum Einsatz von Recyclingpapier auf den zweiten Platz geschafft.

Rektor Andreas Frey freut sich sehr über den Erfolg: „Das passt hervorragend zu unserem Profil und macht deutlich, dass wir den Titel Modellhochschule für Nachhaltige Entwicklung zurecht tragen.“ Mit dem zweiten Platz gehört die HfWU zu den „Recyclingpapierfreundlichsten Hochschulen Deutschlands“. Die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihre Kooperationspartner – das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und der Deutsche Hochschulverband – ehrten die Hochschule am Dienstag im Bundesumweltministerium für ihre Leistungen bei der Verwendung von Recyclingpapier. Den ersten Platz belegte die Universität Tübingen, den dritten Platz die Uni Osnabrück.

Alle beteiligten Hochschulen erreichten eine durchschnittliche Recyclingquote von 58 Prozent. Bei der HfWU sind 89 Prozent der sieben Millionen Blatt Papier mit dem blauen Engel versehen. Beim Rest handelt es sich um Sonderpapiere, die aber zumindest das FSC-Label für ökologische Waldwirtschaft tragen. In der Hochschulverwaltung liegt die Recyclingpapierquote bei 100 Prozent.

Durch die Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel spart die HfWU gegenüber Frischfaserpapier bis zu 60 Prozent Energie, bis zu 70 Prozent Wasser und verursacht weniger klimaschädliches Kohlendioxid. Bezogen auf die angefallenen Mengen im Jahr 2015 errechnete die Berliner Jury für die HfWU eine Einsparung von fast einer Million Liter Wasser und mehr als 200 000 Kilowattstunden Energie. Aufgabe werde es künftig sein, den Papierverbrauch zu senken und die Recyclingquote weiter zu erhöhen, sagt Rektor Frey und verweist darauf, dass sämtliches Papier an der Hochschule zentral über die Marketing- und Fundraising-Abteilung beschafft wird.

Die HfWU habe eine lange Liste an aktuellen Nachhaltigkeitsprojekten vorzuweisen, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule: Kürzlich erhielt sie erneut die EMAS-Auszeichnung der Europäischen Union. Das Zertifikat bestätigt ein hochschulweit funktionierendes Umweltmanagementsystem. Damit auch andere Hochschulen diesen Weg beschreiten können, gibt es einen von der HfWU erstellten EMAS-Leitfaden. Eine Umwelterklärung dokumentiert fortlaufend Entwicklungen im Umweltschutz. Die Verfasste Studierendenschaft, die die Studenten an der Hochschule vertritt, hat ein Nachhaltigkeitsreferat ins Leben gerufen, das zusammen mit der Hochschulleitung Vorschläge etwa für Energiesparmaßnahmen erarbeitet – wie eine automatische Lichtabschaltung in den Toilettenräumen. Im Herbst schafft die HfWU zwei neue Elektroautos an, vor Kurzem wurde die Ladestation für die Fahrzeuge in Nürtingen installiert. Für die in Nürtingen entstehenden Neubauten sind Fotovoltaikanlagen geplant.

In Lehre und Forschung ist das Thema Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil: Mehrere studentische Arbeiten beschäftigen sich derzeit mit weiteren Fotovoltaik-Einsatzmöglichkeiten an der Hochschule. Das Land fördert zudem das HfWU-Projekt „Phoenix“, das Studenten zu kritischem Denken bezüglich Nachhaltigkeit anregen will. Zu den zahlreichen bestehenden Studiengängen mit explizit nachhaltiger Ausrichtung sind jüngst die Programme „Sustainable Mobilities“  und „Nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft“ gekommen.

Hochschulseite

An dieser Stelle berichtet die GZ ­regelmäßig aus dem Geislinger Hochschulleben: Wer studiert an der HfWU? Welche Forschungsprojekte gibt es? Mit welchen ­Problemen befassen sich die Studenten – und wie sieht ihr Alltag aus?
Kontakt: Kathrin Bulling, ☎ (07331) 202-55, k.bulling@swp.de