Geislingen HfWU-Hörsaal trägt Hermann Seimetz’ Namen

Hermann Seimetz – links im Bild mit HfWU-Rektor Professor Dr. Andreas Frey – strahlt glücklich bei der Einweihung „seines“ Hörsaals.
Hermann Seimetz – links im Bild mit HfWU-Rektor Professor Dr. Andreas Frey – strahlt glücklich bei der Einweihung „seines“ Hörsaals. © Foto: Gerhard Schmücker
Geislingen / SWP 18.05.2018
Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt würdigt CDU-Politiker Hermann Seimetz, der maßgeblich an der Einrichtung des Geislinger Standorts beteiligt war.

Hermann Seimetz macht aus seiner Freude kein Geheimnis: Sein Name ziert seit Dienstag den Hörsaal 201 der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in der Geislinger Bahnhofstraße. Das Urgestein der Landespolitik – Seimetz saß 26 Jahre lang im Stuttgarter Landtag – ist nun an der HfWU verewigt.

Neben Eduard Mändle und Helmut Roller war es Hermann Seimetz, der maßgeblich dafür sorgte, dass Geislingen vor nunmehr 30 Jahren zum Hochschulstandort wurde.

Rektor Professor Dr. Andreas Frey nahm sehr gerne die Idee seines Amtsvorgängers Dr. Werner Ziegler auf, Hermann Seimetz zum 80. Geburtstag ein besonderes Geschenk zu machen: „Es ist das erste Mal, dass an der Hochschule ein Hörsaal mit dem Namen einer Persönlichkeit umbenannt wird, die sich um die HfWU verdient gemacht hat.“ Dies sei, so Frey, ein sehr seltener Vorgang. Die Hochschule Ansbach habe Ähnliches vollzogen, dort gebe es seit Kurzem – allerdings nur für ein Jahr – einen Philipp-Lahm-Hörsaal.

Die in „Hermann Seimetz Hörsaal“ umbenannte ehemalige Aula in der Bahnhofstraße 62 löst bei der Ehrenperson nostalgische Erinnerungen aus: „Hier saß ich, als das Gebäude noch die Gewerbeschule war, im Religionsunterricht“, erzählte Seimetz bei der Einweihung. Heute ist dies der Hörsaal eines Hochschulstandortes, den es ohne den Politiker nicht geben würde. Daran ließ Laudator Professor Dr. Werner Ziegler keinen Zweifel: Er verglich die Herren Mändle, Roller und Seimetz mit den drei Musketieren, die allen Unkenrufen zum Trotz die Chance für Geislingen ergriffen hätten, als 1988 der damalige Ministerpräsident Lothar Späth sein Regionalisierungskonzept der Hochschulen vorstellte. Nur wenige hätten der Idee eine Chance gegeben, in Geislingen eine Hochschule anzusiedeln. Es sei Hermann Seimetz gewesen, der für den nötigen politischen Rückenwind gesorgt habe: „Das Netzwerken, das war Hermann Seimetz’ Rolle. Er nutzte seine Drähte, und manche davon glühten heftig“, sagte Ziegler.

Seimetz nutzte auch nach der Gründung der damaligen FH-Außenstelle sein politisches Gewicht (lange Jahre als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU), um die HfWU wohlwollend zu begleiten und zu unterstützen. Nicht nur in Geislingen: Auch der Standort Nürtingen profitierte von dem Göppinger Abgeordneten, ohne dessen Einfluss wohl kaum die Mensa im dortigen Altbauareal saniert worden wäre. Als Anerkennung seiner Verdienste trägt der Hörsaal 201 nun seinen Namen.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel