Geislingen an der Steige Hermann: "Faires Angebot" für Alb-Bahnhof

Unterstützt den Bahnhalt in Merklingen: Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).
Unterstützt den Bahnhalt in Merklingen: Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).
Geislingen an der Steige / DYK 09.02.2015
Verkehrsminister Hermann will den Bahnhalt in Merklingen zur Hälfte mitfinanzieren. Er hofft nun auf ein positives Ergebnis der Machbarkeitsstudie.

"Ich würde mich freuen, wenn es klappt", sagte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in einem Gespräch mit der GEISLINGER ZEITUNG. Andernfalls wäre es aus seiner Sicht ärgerlich, "wenn man eine teure Infrastruktur unter dem Land durch baut und sie nur den Fernverkehrskunden nützt". Die öffentliche Hand gebe rund 2,2 Milliarden Euro für Stuttgart 21, den Flughafenbahnhof und die Neubaustrecke nach Ulm aus, die Region dazwischen profitiere aber nicht. "Das stört mich." Sein Ziel sei es, den Nahverkehr im Land auszubauen, und aus diesem Grund unterstütze er auch die Pläne auf der Alb.

Er habe mit der Bahn gesprochen um zu prüfen, ob der Bahnhalt umsetzbar ist und was er kosten könnte. Den Kommunen bot er an, die Hälfte der Infrastrukturkosten zu bezahlen, wenn diese die andere Hälfte übernehmen. Voraussetzung sei eine Kosten-Nutzen-Analyse, wie sie in der angestrebten Machbarkeitsstudie aufgestellt wird. "Wir sind bereit, die Züge dafür zu bestellen", sagte Hermann. Die Kommunen aber müssten die Busse finanzieren, die die Fahrgäste zum Bahnhof bringen. "Sonst steht der Bahnhalt tatsächlich in der Pampa und es kommt keiner." Hermann hält dies für ein "faires Angebot".

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