Der Geislinger Mittelalterverein "Die Helfensteiner" belebt mit Freunden aus der Mittelalterszene am kommenden Sonntag die Geislinger Burgruine Helfenstein. Schwerpunkte sind: "Altes Handwerk neu entdeckt" sowie Arbeitsmigration damals und heute.

Zur Eröffnung um 10 Uhr werden nicht nur die Besucher der Burg eine Besonderheit genießen dürfen, auch die Bürger Geislingens sollten den Blick gen Helfenstein richten. Im Anschluss zeigen "Die Helfensteiner" wie im Mittelalter gelebt und gearbeitet wurde. Besucher haben an diesem Tag die Möglichkeit, das Mittelalter hautnah zu erleben.

Der Köchin des Vereins, Agnes vom Felsental (Ines Kottmann), können Neugierige über die Schulter und in den Suppentopf schauen. Nebenbei erzählt sie von den Gewürzen und Kräutern, mit welchen man seinerzeit so manches Gericht zu würzen und verfeinern wusste.

Justus (Jürgen Graf) erklärt Sprichwörter, die bis in unsere heutige Zeit überdauert haben. So kann man bei ihm erfahren, wo das Sprichwort "einen Zahn zulegen" seinen Ursprung fand.

Viviane de Saint-Remih (Viviane Rostohar) kann man beim Fingerloop, auch "Fingerschlaufenweben" genannt, zuschauen und wenn man möchte, es auch einmal selbst ausprobieren. Nele von Waldu (Ninett Ivens) zeigt das Verarbeiten von geschorener Schafswolle und Johanes von Waldu (Jochen Lück) präsentiert das Handwerk des Schnitzers. Der Schmied "Onkel Fester" wird neben der Bearbeitung eines Werkstücks viel Interessantes über den Beruf des Schmiedes erzählen. Auch der Ritter der Helfensteiner, Albrecht von Löwenberg (Mirko Sickert) ist zugegen und berichtet von der Ausbildung, vom Kreuzzug und der Handhabung der Waffen. Kleine und auch große Recken haben, aber nur bei vorbildlichem Benehmen, die Möglichkeit einmal ein Schwert zu halten oder eine Haube und einen Ritterhelm anzuprobieren.

Der Kammweberin Birthe kann man bei der Herstellung von Borten und Bändern zuschauen. Hubertus von Klingenstein, der Kirchenmaler, präsentiert sein mittelalterliches Handwerk - das Malen von Bannern und Bildern mit mineralischen Farben. Unterstützt werden die Helfensteiner von der Waldorfschule Sankt Michael in Oberböhringen. Hier kann man dem Wipp- drechsler bei der Arbeit zuschauen und sich einmal selbst an einem kleinen Werkstück versuchen.

Die Mitglieder der Söldnertruppe "Fraternitas Libertatis" zeigen das Sarwürken, das Herstellen eines Kettenhemds. Auch der Bogenbauer ist zugegen. Für die musikalische Untermalung sorgen die Spielleute "Fortunatus".