Geislingen an der Steige HeGy-Schüler heißen Italiener willkommen

An der Schule im italienischen Sesto Fiorentino haben sich schnell 20 Schüler gefunden, die am Samstag in Geislingen eintreffen werden.
An der Schule im italienischen Sesto Fiorentino haben sich schnell 20 Schüler gefunden, die am Samstag in Geislingen eintreffen werden. © Foto:  
Geislingen an der Steige / BETTINA VERHEYEN 15.02.2016
Benvenuto heißt es am Samstag. Dann kommen 20 italienische Schüler aus der Toskana in Geislingen an, um eine Woche mit Gleichaltrigen des Helfenstein-Gymnasiums zu verbringen.

Gute Beziehungen muss man haben - dann klappt es auch mit einem Schüleraustausch. Eine Freundschaft zwischen zwei Lehrerinnen war jedenfalls der Ausschlag dafür, dass am Samstag zum ersten Mal italienische Austauschschüler nach Geislingen kommen werden. Und dass im Mai dann Zwölftklässler aus dem Helfenstein-Gymnasium zum Gegenbesuch nach Italien fahren werden.

Die Partnerschule des HeGy in Sesto Fiorentino, einer Gemeinde mit rund 46.000 Einwohnern im Norden von Florenz, ist ein Schulzentrum, zu dem auch ein sprachliches Gymnasium gehört. Dort arbeitet die Lehrerin Sara Ranchi, eine Schulfreundin von Roberta Marini, die seit 20 Jahren in Deutschland verheiratet ist und seit zwei Jahren am HeGy unterrichtet.

Als sich die beiden Italienerinnen einmal über das Thema Schüleraustausch unterhielten, kam die Idee auf, so etwas doch zwischen ihren beiden Schulen anzuleiern. Gesagt, getan oder detto, done, wie es auf Italienisch heißt.

Anette Künzler, ebenfalls Italienisch-Lehrerin am HeGy, fasst zusammen, wie die kleine Italienisch-Fachschaft am HeGy die Idee weiterverfolgte: Sie gingen auf die Schulleitung zu, wobei Wolfgang Rapp schnell zu begeistern war und seine Unterstützung zusagte. Der Vorschlag ging dann durch die Schulgremien und wurde auch dort abgesegnet. Marini und Künzler machten sich ans Planen, wobei sie teils auf eigene Erfahrungen zurückgreifen konnten, sich aber auch bei den Kollegen von der Französisch-Fachschaft informierten.

Die Italiener hatten schnell 20 interessierte Schüler zusammen, sodass Marini und Künzler in Zugzwang gerieten und ihrerseits Werbung bei den Italienisch-Schülern am HeGy machten. "Das Interesse an Deutschland ist in Italien riesig", weiß Künzler. Deutsch ist an den Schulen dritte Fremdsprache, im Norden Italiens oft sogar die zweite."

Zum Programm in der Austauschwoche gehört eine Werksbesichtigung bei der WMF, wo die Italiener sicher staunend vor der Paradiestür stehen werden. Das Original ist von ihrem Schulort mit einem Vorortzug in wenigen Minuten erreichbar. Die WMF ist auch deshalb ein Thema, weil die Italiener mit ihrer Porzellanmanufaktur Richard-Ginori ebenfalls eine Weltfirma vor Ort haben, welche sie den deutschen Schülern zeigen wollen. Der Austausch steht daher unter dem Motto "La porcellana e il metallo".

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel