Geislingen an der Steige Härtere Strafen sind nötig

Ruben Wolff 11.10.2016
Gewalt gegen Polizisten ist genauso wenig zu tolerieren wie Gewalt gegen irgendjemanden sonst. Das findet Online-Redakteur Ruben Wolff. Leider aber gibt es eine Entwicklung hin zu einer Parallelgesellschaft in der so ein Verhalten für gut befunden wird.

Tritte gegen Polizisten sind genauso wenig zu tolerieren wie Gewalt im Allgemeinen. Nach dem Angriff in Geislingen wird jetzt natürlich über fehlenden Respekt diskutiert. Doch traurigerweise kann man Respekt nicht verordnen  – anderes aber schon: Die Politik wird reagieren mit härteren Strafen und besserer Ausrüstung für Polizisten. Leider ist das nötig und richtig. Immerhin sind die Gesetzeshüter beauftragt, Schwächere zu schützen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass die Politik sie schützt.

Die Hemmschwelle vor Gewalt fällt bei erschreckend vielen Menschen und die Bereitschaft für eigene Sünden geradezustehen ebenfalls. Wer seine Verfehlungen nicht zugibt und Schuld anderen zuschiebt, beweist schon seinen schlechten Charakter. Wer auch noch bereit ist, andere zu schlagen, scheint Teil eines besorgniserregenden Trends zu sein: Wer sich selbst über die Gesetze der Gesellschaft stellt, arbeitet daran, eine Art Parallelgesellschaft zu gründen, in der niemand mehr für seine Taten geradestehen muss. Täter, die ihre Vergehen für richtig befinden, leben in so einer Parallelwelt – ob betrunken oder nicht. Im Internet existiert dieses absurde Reich schon lange. Da wird die Polizei in den Sozialen Netzwerken für ihre gezielteren Kontrollen verteufelt. Die virtuelle Welt zeigt sich längst schon in der Wirklichkeit und das ist nicht länger zu tolerieren.

Die Höchststrafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte soll angehoben werden.  Genauso richtig ist es, Alkohol nicht als strafminderndes Maß gelten zu lassen, um den Strafrahmen zu senken.