Es geht darum, den Familienmitgliedern wieder ein Stück Alltag zu ermöglichen“, sagt Karen Straubmüller, leitende Koordinatorin des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser im Kreis Göppingen. Der Hospizdienst werde dann tätig, wenn bei Kindern oder deren Familienmitgliedern eine lebensbedrohliche Krankheit auftritt.  Bei Kindern könne das etwa eine Krebserkrankung, ein Gendefekt oder eine Stoffwechselerkrankung sein. „Wir arbeiten lebens- und sterbebegleitend“, betont Karen Straubmüller.

Kinder brauchen Aufmerksamkeit

Für den ambulanten Hospizdienst sind zurzeit 30 geschulte Ehrenamtliche im Einsatz, die jeweils eine Familie unterstützen. „Kinder, die wir betreuen, brauchen in solchen Situationen besondere Aufmerksamkeit“, sagt die Malteserin. Oft sei der Tagesablauf nach Beginn einer lebensbedrohenden Krankheit oder einem Todesfall in der Familie ein anderer und das wirke sich auf alle Lebensbereiche der Kinder aus. Bei der Arbeit in den Familien sei es wichtig, Vertrauen und eine Beziehung zwischen den Ehrenamtlichen und den betroffenen Familienmitgliedern aufzubauen. Die ehrenamtlichen Begleiter haben dabei ein offenes Ohr, unterstützen die Familien etwa auch beim Hausaufgabenmachen mit den Kindern oder gehen auf einen Ausflug mit, erzählt Karen Straubmüller. Ein Fokus der Betreuung liege oft auch bei den Geschwistern der erkrankten Kinder, weil diese manchmal aus dem Blick der Eltern gerieten.  Die Tätigkeit der Ehrenamtlichen in einer Familie ende nicht mit einem Todesfall, sondern gehe darüber hinaus.

„Wir bekommen oft von Familien die Rückmeldung, wie wertvoll es ist, wenn jemand von außen dazukommt“, sagt die leitende Koordinatorin. Denn oft gerieten Freunde und Familien an ihre Grenzen. Wichtig ist es, so Karen Straubmüller, dass immer dieselbe Person in die Familien gehe: So könne Vertrauen wachsen. „Wir freuen uns immer, wenn ein Kind wieder zurück in den Alltag finden kann.“ Die Begleiter unterstützen Familien teilweise einige Monate, manchmal aber auch Jahre. Sie kommen meist einmal pro Woche in ihre zugeteilte Familie, bei Bedarf öfter.

Die Ehrenamtlichen  sollten selbst gut begleitet sein, um mit den Herausforderungen umzugehen, die das Ehrenamt mit sich bringe. Dabei sei Selbstpflege wichtig, verbunden mit der Frage, wie jeder Einzige mit den Situationen in den Familien umgehe. „Es gilt dranzubleiben und Erlebtes aufzuarbeiten“, sagt Karen Straubmüller. Die Begleiter bekommen diese Möglichkeit durch Supervision. Außerdem werden  Fortbildungen für die Ehrenamtlichen angeboten. Dabei werden externe Referenten eingeladen. Die Begleiter könnten in diesem Rahmen alles, was sie belastet oder bewegt einbringen.  Bereits zu Beginn des Ehrenamts werden sie umfangreich geschult. Teil der Schulungen soll nun auch sein, dass die Ehrenamtlichen präventiv zum Thema sexualisierte Gewalt sensibilisiert werden. Der Kinder und Jugendhospizdienst finanziert die Schulungen durch Spenden. Deshalb ist die Einrichtung der Malteser Teil unserer diesjährigen GZ-Weihnachtsaktion.

Alles zur GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“


Helfen Mit Veranstaltungen können Sie die Projekte der GZ-Weihnachtsaktion unterstützen. Möglich sind beispielsweise Konzerte, Kabarett-Abende, Benefiz-Essen, Basare, Partys oder Tombolas – zum Beispiel im Betrieb oder im Verein.

Geldspenden Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden oder für einzelne.

Die Spendenkonten sind: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000  0006 0770 99 Volksbank Göppingen IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00 Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).

Kontakt Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion
„Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich an den GZ-Volontär Michael ­Scheifele wenden. Kontakt: Telefon (07331) 202 64 oder per E-Mail an:
m.scheifele@swp.de