Dominik Pertl, der Schulleiter an der Geislinger Albert-Einstein-Grundschule (AEGS) freut sich. „Irgendwann“, sagt er, habe er Bianca Buntz und Carolin Bolzmann, den beiden Vorsitzenden des AEGS-Fördervereins gegenüber erwähnt, dass er der Meinung sei, ein Defibrillator gehöre in jede Schule. „Und jetzt haben die Damen von allein die Initiative ergriffen und machen mit Hilfe der GZ-Aktion einen Defi für unsere Schule möglich.“
Der nächste Defibrillator in unmittelbarer Nähe, weiß Dominik Pertl, befindet sich derzeit in der Geislinger Volksbank. „Im Notfall ist das viel zu weit weg“, sagt er. Bianca Buntz bestätigt das mit statistischen Zahlen, die sie gelesen hat: „Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 100 000 Menschen einen plötzlichen Herztod.“ Sie fügt hinzu: „Und die Überlebenschance mit einem Defi, wenn er innerhalb von drei Minuten angelegt wird, liegt zwischen 70 und 100 Prozent.“

Bianca Buntz und Carolin Bolzmann vom Förderverein werben für Defibrillator

Grund genug für den AEGS-Förderverein, sich für die Anschaffung eines solchen Gerätes ins Zeug zu legen. „Wir wollen einen speziellen Defibrillator, der sich dank unterschiedlicher Auswahl-Tasten sowohl für die Wiederbelebung Erwachsener als auch von Kindern eignet“, verdeutlicht Carolin Bolzmann. Etwa 2000 Euro kostet ein solches Modell – inklusive spezieller Hülle und einer gründlichen Einweisung durch den Hersteller.
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Mühlhausen

In der Geislinger Albert-Einstein-Grundschule wird das Geräte seinen Platz im Erste-Hilfe-Zimmer im ersten Stockwerk finden. Die Bedienung sei kinderleicht, haben Bolzmann und Buntz bereits recherchiert. Nach dem Anschalten erkläre das Gerät Schritt für Schritt, wie der Retter vorgehen müsse. „Dabei sind Fehlanwendungen ausgeschlossen. Der Defi testet vorher, ob es sich tatsächlich um ein Herzkammerflimmern handelt, bevor es Elektroschocks einsetzt“, sagt Bianca Buntz.

„Defibrillator zu haben, gibt eine gewisse Sicherheit“, sagt Rektor Dominik Pertl

An der AEGS hat es, soweit Dominik Pertl weiß, noch nie einen solchen Notfall gegeben. „Aber einen Defibrillator zu haben, gibt einem doch eine gewisse Sicherheit“, betont er. Außerdem sei die Schule ein öffentliches Gebäude und im Notfall könne der Defi auch Menschen aus der näheren Umgebung oder Nachbarschaft das Leben retten. Carolin Bolzmann bezeichnet es als „sehr beruhigend“, einen Defibrillator im Gebäude zu wissen, „auch wenn wir ihn hoffentlich nie brauchen“.
Der Kauf eines Defibrillators mit Hilfe der Leser der GEISLINGER ZEITUNG bei der diesjährigen GZ-Aktion „Gemeinsam geht’s besser“ ist bereits die vierte größere Aktion des Fördervereins, den es seit Januar 2019 gibt. Los ging der Einsatz des inzwischen 69 Mitglieder umfassenden Vereins mit einem Wasserspender für die Schüler, es folgten Schul-T-Shirts, um das Wir-Gefühl zu stärken. Als nach dem ersten Corona-Lockdown die Schule wieder losging, nähte eine Mutter bunte Gesichtsmasken für alle Kinder und Carolin Bolzmann und Bianca Buntz unterstützten sie, indem sie die Bändel daran befestigten. „Unser Förderverein ist sehr präsent und aktiv“, lobt denn auch der Rektor und erwähnt, dass seine Mitglieder auch einfach so mal Wassereis in der Pause eines heißen Sommertages in den Pausenhof geliefert hätten oder aktuell für den anstehenden Nikolaustag eine kleine Überraschung planten.

Alles zur GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht‘s besser“


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Spenden Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden oder für einzelne. Wir bitten alle Spender, das Geld coronabedingt dieses Jahr direkt auf eines unserer beiden Spendenkonten zu überweisen: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 0006 0770 99 oder Volksbank Göppingen IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00. Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken). Sie können uns gerne ein Spendenfoto zuschicken, mit einer kurzen Information: An wen geht die Spende? Wie wurde die Spende eingesammelt? Wie viel Geld ist zusammengekommen? Wir werden Ihren Beitrag gerne in der GZ veröffentlichen.

Kontakt Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion
„Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich gerne an GZ-Volontär Michael
Scheifele wenden. Kontakt: (07331) 202-64 oder per E-Mail: m.scheifele@swp.de