Sicherheit GZ-Faktencheck zum MiGy

Blick auf den einsturzgefährdeten Bereich am MiGy. Bislang gibt es keine Warnschilder.
Blick auf den einsturzgefährdeten Bereich am MiGy. Bislang gibt es keine Warnschilder. © Foto: Alexander Jennewein
Geislingen / Kathrin Bulling 06.09.2018
Nach dem Bekanntwerden der Einsturzgefahr im Michelberg-Gymnasium schießen Gerüchte in der Stadt und den (sozialen) Medien wild ins Kraut. Die Stadtverwaltung nimmt Stellung zu drei Punkten.

Würden Stützen helfen?

● Auf der Facebook-Seite der GZ regte ein Leser an, in dem einsturzgefährdeten Bereich doch Stützen anzubringen – wie seinerzeit beim instabilen Geislinger Busbahnhof. Das sei aber nicht möglich, erklärte OB Dehmer beim Pressegespräch mit der GZ am Mittwochabend: „Unter dem naturwissenschaftlichen Bereich befindet sich ein sogenannter Kriechkeller, da kann man keine Stützen anbringen.“

„Stahlträger sind nicht durchgerostet“

● Der SWR vermeldete am Mittwoch, durchgerostete Stahlträger seien schuld. Das stimme definitiv nicht, sagte Oberbürgermeister Frank Dehmer auf Nachfrage der GZ. Er könne sich nicht erklären, wie die beiden SWR-Mitarbeiter, die ihn interviewt hätten, zu dieser Erkenntnis gelangt seien. Joachim Burkert vom Hochbauamt erklärte, es sei gar nicht möglich, dass innerhalb so kurzer Zeit Stahlträger so stark in Mitleidenschaft gezogen würden, dass deshalb Einsturzgefahr drohe.

Keine Absperrung am Gebäude

● Verwunderlich ist, dass trotz Bekanntwerden der Einsturzgefahr vor exakt zwei Wochen bislang keine Warnschilder oder Absperrungen am Gebäude angebracht worden sind. Die Fluchttreppe war bis zum Redaktionsschluss der Printausgabe am Donnerstag zugänglich, von außen deutet nichts auf die lebensgefährliche Situation hin. Man sei schon daran, den Zugang zu dem Bereich ganz schnell zu schließen, sagte Joachim Burkert. Im Gebäudeinneren seien bereits Wände eingezogen worden, die ein Betreten des gefährdeten Bereichs unmöglich machten.

Mehr zum Pressegespräch der Stadtverwaltung und des Gemeinderats mit der GZ lesen Sie im E-Paper und in der Printausgabe der GEISLINGER ZEITUNG am Freitag (7. September).

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