Die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens ist beeindruckt. Beeindruckt davon, "mit welcher Welle des Mitgefühls und der Hilfsbereitschaft die vielen Flüchtenden, die derzeit unsere Städte und Gemeinden erreichen, empfangen werden", äußert sich Baehrens in einer Pressemitteilung: "Diese Mitmenschlichkeit und Solidarität sind starke Zeichen gegenüber all denjenigen, die mit ihren Vorbehalten Angst und Hassgefühle schüren."

Baehrens unterstreicht Bedeutung und Notwendigkeit des im Grundgesetz verankerten Rechts auf Asyl. Es sei großartig, wie das Land in diesen Wochen damit umgeht - mit Tatkraft und Hilfsbereitschaft. Auf lange Sicht werde entscheidend sein, "wie es uns allen miteinander gelingt, die Flüchtlinge in unsere Gesellschaft zu integrieren". Im Moment sei aber deren Erstversorgung die dringlichste Aufgabe. Dann werde es darum gehen, Wohnraum bereitzustellen und Arbeitsplätze zu vermitteln. Asylsuchende brauchen - so Baehrens - unbedingt einen direkten Zugang zu Ärzten oder Krankenhäusern, damit sie im Akutfall rasch Hilfe bekommen. "Würden sie dafür endlich eine Gesundheitskarte erhalten, könnte auch die sowieso stark in Anspruch genommene Sozialverwaltung kräftig entlastet werden", betont die Volksvertreterin.

Baehrens mahnt bei den anstehenden Aufgaben ein konzertiertes Vorgehen auf allen Ebenen an: "Länder und Kommunen tragen die Hauptlast für Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge. Darum ist es richtig, dass der Bund ihnen rasch deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellt als ursprünglich geplant, um sie bei ihren Aufgaben zu unterstützen." Auf Bundesebene selbst werde intensiv daran gearbeitet, durch zusätzliche Stellen beim Bundesamt für Migration die Asylverfahren wesentlich zu beschleunigen. Ebenso würden neue Stellen bei Polizei und Freiwilligendienst geschaffen. Aber für diese neuen Arbeitsplätze müsse erst noch das Personal gefunden beziehungsweise ausgebildet werden. Was bei allem Gestaltungswillen Geduld beim Aufbau dieser Strukturen erfordere.