Michelberg-Gymnasium Größerer Lüfter im MiGy kühlt nicht genug

Claudia Burst 20.09.2017
Ein Fachingenieur muss eine andere Lösung finden, um die überhitzten Räume im Michelberg-Gymnasium im Sommer zu kühlen.

Momentan ist es nicht heiß, so wie sonst manchmal im September. Zum Glück für die MiGy-Schüler, die im obersten Stockwerk auf der Südwest-Seite ihre Klassenzimmer haben. Denn diese heizen sich bei Hitze stark auf (wir berichteten). Während der Sommerferien wurde zwar auf Vorschlag des zuständigen ­Fachingenieurs Michael Kammerer ein größerer Lüfter eingebaut, um Abhilfe zu schaffen. Wie jetzt aber ein Funktionstest in der vergangenen Woche aufgezeigt hat, reicht dessen Wirkung immer noch nicht aus, um im Hitze-Fall angenehme Temperaturen in den Klassenzimmern zu schaffen.

„Wir haben das mit einer Nebelmaschine getestet und festgestellt, dass die Durchströmung der Stagnationsfelder mit dem größeren Lüfter zwar höher, aber immer noch nicht zufriedenstellend ist“, sagt Joachim Burkert, Leiter des Sachgebiets Hochbau bei der Geislinger Stadtverwaltung. Unter Stagnationsfeldern versteht man die abgeschlossenen Kammern zwischen den Glasscheiben der Innen- und Außenfassade. Über sie wird via Kühlaggregat und Lüfter die Stauwärme abgeleitet und kühlere Luft zugeführt.

Burkert hat das Protokoll dieses Tests am Montag sowohl Michael Kammerer zukommen lassen als auch der Firma „Transsolar“. Diese übernimmt das Monitoring,  also die Kontrolle, für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), von der es Fördergelder für die innovative Klimarenovierung des Gymnasiums gab.

Kammerer soll jetzt überlegen, ob noch weitere Anschlussvarianten an den Lüfter oder andere Lösungen möglich sind, ohne dass die Leitungen in den Zimmerdecken freigelegt werden müssen. Aber seine Vorschläge werden  von den Experten von „Transsolar“ genau überprüft. „Experimentiert wird jetzt nicht mehr, es dürfen keine weiteren Kosten mehr entstehen“, betont Burkert und fügt hinzu: „Wenn es nicht funktioniert, wird die Stadt den Planungsschaden jedenfalls nicht tragen.“

Joachim Burkert geht davon aus, dass Kammerer bei einem routinemäßigen Treffen am kommenden Dienstag einen Lösungsvorschlag in der Tasche hat und ist gespannt darauf. „Das Michelberg-Gymnasium ist ein tolles Gebäude geworden. Es hat es verdient, dass alles funktioniert“, sagt er. Dass im Laufe des ersten Jahres nach der großen Klimasanierung noch diverse Feinjustierungen vorgenommen werden müssen, sei von vornherein klar gewesen.