Ferienprogramm Ferienfreizeit: Goldrausch an den Siebenquellen

Geislingen / Angelina Neuwirth 04.08.2017
111 Jungen und Mädchen schürfen im Abenteuerdorf des Stadtjugendrings Gold oder erlernen alte Bräuche der Indianer.

Wilder Westen in Geislingen an den Siebenquellen: Am Freitag endet dort die Ferienfreizeit Abenteuerdorf, die vom Stadtjugendring organisiert wird. 111 Kinder verbrachten zusammen mit 16 Betreuern die Tage in einer alten Goldgräberstadt, die sie selbst gebaut haben. Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren hatten eine Woche lang sehr viel Spaß.  Das einzige Problem: Den Indianern, denen das Land gehört, gefällt die ganze Geschichte nicht wirklich. Die Cowboys dürfen bleiben, wenn sie die Indianer-Bräuche erlernen. „Wir haben bei einer Wanderung zum Helfenstein Bogenschießen gelernt, Spuren lesen und indianische Kriegsbemalung“, erzählt der elfjährige Marco. Besonders toll seien die rote Grillwurst und der Ausblick hinunter nach Geislingen gewesen.

Wenn die Cowboys sich nicht gerade von den Indianern unterrichten lassen oder beim Gold schürfen beschäftigt sind, bauen sie fleißig die verlassene Stadt auf. Ein  „Marderpfahl“ – er schreibt sich im Lager wirklich so – steht schon. Der heiße so, weil dort ein Marder gestorben sei, die Erklärung dazu. Es gibt auch schon eine Polizeiwache mit Gefängnis, Letzteres wurde bereits eingeweiht. „Einer der Betreuer wurde eingesperrt, weil er das Gold nicht hergeben wollte, das er geschürft hat“, erzählt die zehnjährige Lena.

Fiona, Leonie und Celina, alle acht Jahre alt, haben beim Aufbau der Polizeiwache mitgeholfen und sind jetzt in den letzten Zügen. Ihnen macht es besonders viel Spaß, die Wache von innen und außen zu verschönern – ganz egal ob die Wände mit Farbe zu bemalen oder es innen ein bisschen gemütlicher zu machen.

Auf der anderen Seite der Stadt haben Fabian und seine Freunde einen Saloon gebaut, wo Tee verkauft wird. Dem Zwölfjährigen gefällt nicht nur das Häusle bauen gut, er badet auch gern in den Siebenquellen oder schlittert die Wasserrutsche hinunter. Wenn es um den Wasserspaß geht, sind sich so ziemlich alle Kinder einig: Die Rutsche und die Siebenquellen sind perfekt, um sich bei heißem Wetter abzukühlen.

Wer gerade keine Lust hat, nass zu werden, und mit seinem Häusle schon fertig ist, findet im Bastelzelt genug Beschäftigung. Dort können sich die Kinder schminken lassen sowie Traumfänger und Indianerschmuck basteln. Am Freitag soll das geschürfte Gold zu Schmuck verarbeitet werden.

In der verlassenen Goldgräberstadt ist schon längst wieder Leben eingekehrt: überall wird fleißig gebaut. „Es ist fast so, als wäre man in einer richtigen Stadt“, findet die achtjährige Luisa.­ Laut Jule macht das Bauen auch deshalb so Spaß, weil man dabei mit seinen Freunden Seite an Seite arbeitet. „In Gruppen zusammen zu bauen ist richtig cool“, erzählt die Zehnjährige.

Nicht nur die Kinder haben eine gute Gruppendynamik entwickelt, Betreuerin Lisa freut sich über das tolle Betreuer-Team, von denen einige schon als Kind da waren und dem Abenteuerdorf die Treue gehalten haben. Manche der Betreuer sind schon so lange Teil des Teams, dass sie schon ein paar der Jüngeren als Schützlinge hatten.

Bei so viel aufregendem Programm ist es kein Wunder, dass die Kinder mittags ihren Magen knurren hören.Vom vielen Sägen, Hämmern, Bemalen und Basteln werden sie richtig hungrig; gut, dass es im Abenteuerdorf mittags immer eine leckere und frisch gekochte Mahlzeit gibt. Das Essen steht bei den Kindern hoch im Kurs, vor allem die Salatsoße und der Nachtisch.

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