Auch schon authentifiziert? Alles "einmalig, schnell und kostenlos", behaupten sie beim Finanzamt - und benötigen trotzdem drei Seiten eines Faltblatts, bedruckt mit winzigster Schrift, um die einzelnen Schritte zu "Aktivierungs-ID" und "Aktivierungs-Code" am Computer zu erklären. Nur so würden nämlich das "persönliche Zertifikat" und die Schlüssel generiert", die zur Ver- und Entschlüsselung aller Daten notwendig seien. Mancher mag sich die Augen reiben und fragen: Ist der Name gar Programm? Denn dass die Software zur Übermittlung von Steuerdaten just "Elster" heißt, benannt nach einem Vogel, dem man diebische Eigenschaften nachsagt, lässt aufhorchen. Jeder "Steuerbürger" braucht"s aber, will er prüfen, was in seiner Online-Steuerkarte steht. Anfang Februar trifft"s auch alle Selbstständigen, die ihre Umsatzsteuervoranmeldung übermitteln müssen. Da dürfte mancher Handwerker nach mühevoller Arbeitswoche demnächst noch stundenlang vor dem Rechner brüten und über jene, deren Gehirne dies alles ersonnen haben, wüste Verwünschungen ausstoßend. Es ehrt den Geschäftsstellenleiter des Göppinger Finanzamts, Dieter Hein, dass er einräumt, es sei "ein bisschen kompliziert." Kostenlos mag"s ja sein und einmalig sicher auch. Aber schnell?