Geislingen Genossenschaft und der Begriff von Stadtrendite

Geislingen / PM 26.07.2012
Wohnungsgenossenschaften fördern nicht nur ihre Mitglieder, sie nutzen auch dem Gemeinwesen. Darauf verweisen Experten der HfWU.

Positiv wirken Genossenschaften zum Beispiel bei der Quartiers- und Stadtentwicklung. Bei kommunalen Wohnungsunternehmen spricht man diesbezüglich von einer"Stadtrendite", heißt es in einer Pressemitteilung der Geislinger Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU).

Wie kann man aber die"Stadtrendite" von Wohnungsgenossenschaften messen? Gibt es Konflikte mit den Interessen der Mitglieder? Und: Welche Folgen haben die gesellschaftlichen Nutzen der Genossenschaft für die Kommune und die Wohnungspolitik?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich der zweite Institutstag des Instituts für Kooperationswesen ander Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (IfK), zu dem Institutsleiter Professor Dr. Markus Mändle wiederum Wissenschaftler, Genossenschaftsvorstände, Verbandsvertreter und Studenten zu einem Diskussionsforum an der Geislinger Hochschule eingeladen hatte. Schon im vergangenen Jahr wurde ein ähnlicher Workshop zu einem aktuellen Genossenschaftsthema durchgeführt.

"Wir wollen mit dem Institutstag eine Plattform für den Dialog von Wissenschaft und Praxis bieten, die auch interessierte Studenten ganz bewusst mit einbezieht", sagt Professor Dr. Mändle.

Iris Beuerle, Referentin für Genossenschaften und Betriebswirtschaft beim Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen in Hamburg, plädierte bei der Veranstaltung dafür, die positiven Leistungen der Wohnungsgenossenschaft in einem zeitgemäß gestalteten"Förderbericht" noch deutlicher erkennbar herauszustellen. Mändle sieht dabei vor allem die Notwendigkeit einer einheitlichen Definition relevanter Begriffe:"Zur Frage, wie das traditionelle Konzept der Stadtrendite auf Wohnungsgenossenschaftenübertragen werden kann, gibt es interessante Ansätze, aber sicher auch noch einigen Forschungsbedarf." Beuerle und Mändle wollen zu diesem Thema im September einen Beitrag auf der Internationalen Genossenschaftswissenschaftlichen Tagung an der Universität Wien vorstellen.

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