Weiler / eis  Uhr
Kaum war es in Betrieb, ist es nur noch Schrott: Das Benzinag­gregat beim Ödenturm ist am Sonntagmorgen abgebrannt.

Wäre man abergläubisch, könnte man meinen, auf dem Ödenturm liegt in diesem Jahr ein Fluch: Erst blieb das Geislinger Wahrzeichen wegen einer defekten Stromleitung ohne Licht. Dann sollte ein Aggregat  Abhilfe schaffen, um den Turm ab 1. Mai wieder für die Besucher zugänglich zu machen – allerdings fehlte seinerzeit der Sprit für den benzinbetriebenen Generator. Nun wurde er noch pünktlich zum Wochenende betankt – und ist am Sonntag nach zweieinhalb Stunden Betrieb abgebrannt.

Laut Markus Maichle, der als Einsatzleiter der Geislinger Feuerwehr vor Ort war, ging gegen 11.45 Uhr der Alarm ein. Als die Feuerwehr am Ödenturm eintraf, sei der Generator in Flammen gestanden, man habe das Feuer aber rasch im Griff gehabt und löschen können. Der Generator und das Generatorhäuschen wurden durch den Brand komplett zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden. Weshalb das Aggregat in Flammen aufging, sprich: ob ein technischer Defekt vorlag oder ob möglicherweise die Benzinleitung undicht war, steht laut Polizei noch nicht fest. Ein Fremdverschulden sei nach aktuellem Stand der Dinge aber auszuschließen.

Turmwart Wolfgang Heldele hatte sich zu dem Zeitpunkt, als das Feuer ausbrach, oben in der Turmstube befunden – zusammen mit Geislingens Stadtoberhaupt Frank Dehmer. Man habe zunächst gar nicht bemerkt, dass es brenne. „Es ist auch kein Rauch in den Turm gezogen“, berichtet er. Als in Weiler die Sirene losging, habe man zunächst gedacht, es brenne dort im Ort – bis klar wurde, dass das Feuer direkt unterhalb des Turmes loderte. Heldele selbst spricht von Glück im Unglück: Kurz zuvor hatte noch eine Wandergruppe den Ödenturm besucht.

Zur genauen Schadenshöhe kann die Polizei bislang noch keine Angaben machen. Oberbürgermeister Frank Dehmer – die Stadtverwaltung hatte das Aggregat installieren lassen – war bislang nicht erreichbar. Die Feuerwehr von Geislingen und Weiler war mit insgesamt vier Fahrzeugen und 14 Mann im Einsatz.