Die Ermittlungen der Polizei zum Brand in der Gemeinschaftsschule am Tegelberg in Geislingen dauern weiter an. Nach bisherigen Informationen ist ein Viertklässler dafür verantwortlich, dass am Dienstag in der Jungentoilette der Schule Feuer aufkam.

Schüler entschuldigt sich bei Schulleiter

Am Mittwochabend hat sich Schulleiter Ottmar Dörrer gegenüber der GZ zu der Angelegenheit geäußert: Der Neunjährige habe am in Begleitung seiner Eltern geschildert, was passiert war, und sich entschuldigt, berichtet Dörrer. Der Viertklässler habe ein Feuerzeug gefunden und damit alleine in der Kabine experimentiert.

Die Polizei hatte zunächst nach einem weiteren Verdächtigen gesucht, der an der Brandstiftung beteiligt gewesen sein soll. Zeugen hatten laut der Sprecherin beobachtet, dass zum Tatzeitpunkt zwei Personen aus der Toilette gerannt und geflüchtet seien. Offenbar gibt es aber nur einen Verantwortlichen. Eine offizielle Bestätigung der Polizei liegt bislang noch nicht vor.

Junge ist nicht strafmündig

Dem Schüler wird nicht nur Sachbeschädigung – der Sachschaden wird auf 10 000 Euro geschätzt – vorgeworfen, sondern schwere Brandstiftung, wie die Polizeisprecherin weiter erklärte. Als das Feuer entzündet wurde, hätten sich etwa 250 Personen – Schüler, Lehrer und weiteres Personal – im Schulgebäude befunden.

Da der Junge nicht strafmündig ist und die Tat sich während der Schulzeit ereignete, liegt die Aufsichtspflicht laut Dörrer bei der Schule. „Aber wir können nicht mit dem Spiegel prüfen, ob ein Schüler in der Toilettenkabine zündelt“, machte der Schulleiter deutlich. Die Angelegenheit müsse nun geklärt werden.

Konsequenzen sind noch unklar

Mit welchen Konsequenzen der Neunjährige vonseiten der Schule rechnen muss, konnte Dörrer gestern ebenfalls noch nicht sagen: „Spurlos geht es sicherlich nicht an ihm vorbei.“ Der Schulleiter zeigte sich jedoch erleichtert, dass ein Verantwortlicher gefunden ist. Dörrer lobte die interne Organisation sowie die Arbeit der Feuerwehr.

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