Das nenne ich mal eine Flüchtlingsquote unter den Helfern hier bei der Aktion", sagt Michael Gun freudig. Er ist dankbar für den besonderen Einsatz bei seinem Unterstützungsevent - der Flaschenbügelaktion in der Kaiser-Brauerei.

Michael Gun ist Mitarbeiter bei dem ökumenischen Missionswerk Jugend mit einer Mission Hurlach (JMEM) und hat dort für sich den Arbeitsbereich "Love@work - Liebe in Aktion" gewählt. Der Ansatz für diese Arbeit beruht auf dem christlichen Selbstverständnis, in Liebe seinem Nächsten zu begegnen und wird konkret in der Arbeit mit Flüchtlingen oder internationalen Rettungseinsätzen (Rescuenet). Im Rahmen der Flüchtlingshilfe führte es Michael Gun als Mitglied eines sechsköpfigen Teams im Dezember 2015 zu einem Einsatz für eine Woche nach Serbien, finanziert durch Humedica, einer Nichtregierungsorganisation, deren Schwerpunkte in der medizinisch Not- und Katastrophenhilfe sowie Versorgungshilfe liegen. So viele Menschen auf der Flucht zu sehen, war für Michael Gun eine interessante, aber vor allem sehr bewegende Erfahrung.

Um Arbeit von Michael Gun zu unterstützen, kam seitens seiner Familie die Idee, eine Flaschenbügelaktion unter Einbindung der christlichen Gemeinden aus Geislingen zu starten. Gesagt - getan. Denn wer hat sich denn schon einmal überlegt, wie die Bügelverschlüsse an das Leergut der Bügelflaschen kommen, die in der Geislinger Kaiser-Brauerei Verwendung finden? Die Montage dieser Metallbügel an die Flasche ist nicht so einfach zu automatisieren und das Anbringen erfordert neben Schnelligkeit vor allem Sorgfalt, denn falsch angesetzte Bügel bringen bei der Abfüllung der Flaschen die Anlage zum Stillstand.

Zur Aktion trafen sich die Helfer vergangenen Samstag schon morgens ab 8 Uhr auf dem Areal der Brauerei. Zunächst waren es noch wenige Schaffer. Die Herausforderung: 45 Europaletten mit insgesamt 35 900 Flaschen an Leergut mussten von Hand "angebügelt" und in Kästen kommissioniert werden. "Rein rational betrachtet kannst du so eine 'sportliche Herausforderung' kaum abschätzen", berichtete Michael Gun mit glänzenden Augen.

Im Laufe des frühen Vormittags fanden sich dann immer mehr Helfer ein, von der Tegelbergkirche, dem EC Life-Treff sowie auch sechs Flüchtlinge aus Pakistan, die ebenfalls Spaß an der Aktion hatten. So klappt Integration, sagen die Organisatoren, wobei wieder der Bogen zu dem Arbeitsbereich von Michael Gun bei "Liebe in Aktion" (JMEM ) gespannt wird. Mit guter Laune unter allen Beteiligten, in der Spitzenzeit waren es um die 30 Helfer, sowie einer klasse Gemeinschaftsleistung war bereits zur Mittagspause um 13 Uhr eine Performance von 90 Prozent erzielt.

Nach der Stärkung mit Leberkäswecken wurde bis 14 Uhr das komplette Arbeitsvolumen dank der vielen motivierten Helfer und flinker Hände erreicht. Michael Gun dankte allen fleißigen Helfern und Unterstützern.

Info Mehr dazu im Internet unter der Adresse: michaelgun.de