Kundgebung Gemeinsam gegen Rechts: Geislinger feiern bunte Stadt

Geislingen / Kathrin Bulling 07.10.2018
Rund 400 Menschen setzen am Samstagmittag in der Geislinger Fußgängerzone ein Zeichen gegen Rassismus und für ein friedliches Zusammenleben.

„Kein Platz für Rassismus“ stand auf den Luftballons, die über den Köpfen der Menschen tanzten. Es war das Motto der Kundgebung, die am Samstagmittag in der Geislinger Fußgängerzone stattgefunden hat. Ein Bündnis aus mehr als 20 Vereinen, Einrichtungen, religiösen und politischen Gruppen hatte dazu aufgerufen, Anlass waren die beiden mutmaßlichen Brandstiftungen in Geislingen und Bad Überkingen mit fremdenfeindlichem Hintergrund (wir berichteten).

Dem Aufruf zur anderthalbstündigen Kundgebung bei strahlendem Sonnenschein folgten rund 400 Menschen – Familien, Rentner und Studenten genauso wie alteingesessene Geislinger, Geflüchtete aus Afrika und Menschen mit türkischen Wurzeln.

Auf der Bühne vor dem Alten Rathaus sprachen Sevgi Aslanboga vom Sport- und Kulturverein Genclik, Frank Dehmer, der Geislinger Oberbürgermeister, Wolfgang Nordmann vom Geislinger Arbeitskreis Asyl, Thomas Reiff vom SPD-Ortsverein Geislingen und Martin Purschke von der IG Metall Göppingen-Geislingen. Sie alle betonten, dass sich die Menschen in Geislingen und Umgebung nicht entmutigen ließen, Rassismus, Hass und Gewalt eine Absage erteilten und für ein buntes und friedliches Zusammenleben einträten.

Zwischen den Redebeiträgen spielte die extra für diesen Tag zusammengewürfelte Band mit Werner Dannemann, Andy Kemmer, Thomas Göhringer und Wolfgang Schiller „Blues gegen Rechts“, wie Dannemann es nannte. Die aus dem Iran geflüchtete Tahmineh Oraki spielte auf der Rahmentrommel und sang ein persisches Lied über den Frieden.

Mehr zur Geislinger Kundgebung gegen Rassismus lesen Sie in der Printausgabe der GZ (Montagsausgabe) und im E-Paper.

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