Geislingen an der Steige Gemeinderäte sauer: Vorplanung der Bahn steht weiter aus

Die Bahnsteige am Geislinger Bahnhof sind Streitpunkt zwischen Bahn und Land.
Die Bahnsteige am Geislinger Bahnhof sind Streitpunkt zwischen Bahn und Land. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen an der Steige / EIS 21.01.2016
Die Bahnhofsmodernisierung in Geislingen lässt weiter auf sich warten, der Unmut wächst. Bahn und Land wollen sich nun diesen Monat noch treffen.

Beim Thema Bahnhof verstehen viele Geislinger nur noch Bahnhof: Seit mehr als einem Jahr wartet die Stadtverwaltung drauf, dass die Deutsche Bahn endlich mal mit einer Vorplanung daherkommt, in der die genauen Kosten für eine millionenschwere Modernisierung auftauchen. Und seit mehr als einem Jahr tut sich nichts. Schuld daran sind 21 Zentimeter. 76 Zentimeter sieht die Bahn als Bauherrin für die Bahnsteighöhe vor und beruft sich auf eine Vereinbarung mit dem Land über Bahnhofsmodernisierungen im Filstal. Das Land wiederum pocht auf die 55 Zentimeter der Neuausschreibung des Schienennetzes. Das Thema holte am Mittwoch einmal mehr den Geislinger Gemeinderat ein. Da hatte die GAL beantragt, 50.000 Euro für die Modernisierung in den Haushalt einzustellen. Was Kämmerer Bernd Pawlak aber nicht gemacht hat, besser: nicht machen durfte, weil nicht absehbar ist, ob das Geld heuer gebraucht wird, "es liegen ja keinerlei Pläne, Kostenschätzungen oder überhaupt Unterlagen vor." Die 170.000 Euro für die Vorplanung, die zu zahlen sich die Stadt 2014 verpflichtet hat, sind bereits in den Etats 2015 und 2016 festgezurrt.

Immerhin könnte sich bald etwas bewegen. Noch in diesem Monat wollen sich Land, Bahn und Stadt auf Vermittlung des Stadtrats und Landtagsabgeordneten Sascha Binder (SPD) an einen Tisch setzen und eine Lösung finden. Was nach Stadtrat Holger Scheible (CDU) höchste Eisenbahn ist, will sich Geislingen nicht vollends zum Gespött machen: "Es wurden und werden laufend Bahnhöfe saniert. Und der Geislinger soll der einzige sein, bei dem das nicht funktioniert? Als normal denkender Mensch kann man das nicht mehr verstehen."

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